01.03.25
El Franco - Ourol = 115 km
Tag 15
Wolken + viel Wind, morgens 10°/ nachmittags 10°
Die Nacht war unruhig. Eni musste dauernd raus, entsprechend müde sind wir heute.
(vermutlich hat sie im Feld etwas aufgenommen was ihr nicht bekommen ist.
Ich habe sie dort in einer Pfütze saufen sehen, und kurz drauf kam der Bauer mit dem Güllewagen,
wer weiß vielleicht hatte es ja vorher auch schon Gülle verteilt, gerochen hatte ich zumindest nichts.)
Als erstes waren wir einkaufen, dafür mussten wir um das leer gelaufene Flussbett vom Riogrande herum.
Nach dem Einkaufen fuhren wir in (Steil)küstennähe bis nach San Cibrao. Der Stellplatz dort hat eine tolle Lage, direkt am zerklüftetem Steinstrand. Aber der Wind ist heute kalt und heftig, der Roadrunner wackelte mitunter stark.
Für uns zu stark um dort zu bleiben, aber wir machten einen kleinen Spaziergang.
Eni blieb an der Leine, auch wenn die sehnsüchtig einem anderem Hund hinterher guckte, der durch die Steine flitzte.
Schatzis Hut ging fliegen, ließ sich aber wieder "einfangen".
Wir querten das nächste Flussbett und fuhren in die Berge hinein.
Auch hier ist es windig, aber längst nicht so heftig, wie direkt an der Küste.
Vom Spielplatz über Picknickwiesen, Freibad und Wanderwegen ist alles da.
Stellplatz für 8 Wohnmobile
0€ /Nacht , V/E, Strom, Mülltonnen, alles kostenlos
Keine Grauwasser-Entsorgung
02.03.25
Ourol - Cenlle = 177 km
Tag 16
Wolken / Sonne, morgens 7°/ nachmittags 16°
Die Nacht war herrlich ruhig. Morgenspaziergang, wer wird den Kampf ums Wetter wohl heute gewinnen?
Wir haben uns entschieden auch heute im Landesinneren zu bleiben. Durch das Gewusel von Santiago de Compostela müssen wir nicht durch. Außerdem haben andere Deutsche uns erzählt, dass dort und auch zu der Küste hin, vieles für Wohnmobile gesperrt sein soll.
Der Wind an der Küste war uns gestern schon etwas zu heftig und der Wettervorhersage nach, soll es heute und die nächsten Tage wohl ähnlich sein.
Also haben wir uns auf eine Fahrt durch die Berge eingestellt.
Die Straßen waren recht gut, nicht so schmal.
Die Steigungen eher mäßig , die Landschaft mehr hügelig als felsig. Wir kamen gut voran.
Wobei die N540 ab Lugo eine fast durchgehende Schlagloch-Piste war.
Erst die letzten 20km führte uns das Navi wieder rauf und runter über sehr schmale Straßen .
Der ausgesuchte Stellplatz liegt beim Rio Miňo neben Thermalquellen.
Leider ist dort noch geschlossen , sonst hätte ich mich bestimmt mal in eins der 3 Becken begeben.
Die Benutzung soll ebenfalls kostenlos sein, der Betreiber würde sich aber freuen, wenn man bei seiner Bar etwas bestellt.
Drum rum einige Picknicktische, Sportgeräte, kleiner Spielplatz und Spazierwege .
Wenn alles geöffnet ist, wird es bestimmt schwierig, an diesem schön gestaltetem Ort ein freies Plätzchen zu ergattern.
Wir genießen die Sonne vor dem Roadrunner sitzend.
Stellplatz für 12 Wohnmobile
0€ /Nacht , V/E (Entsorgung sehr schmutzig), Strom (zeitweise) Mülltonnen, alles kostenlos
03.03.25
Cenlle - Paredes de Coura (P) = 98 km
Tag 17
Wolken / Sonne , morgens 4°/ nachmittags 15°
Morgenspaziergang am Fluss.
Danach fuhren wir wieder in die Berge bzw zwischen den Bergen hindurch. Überall Weinanbau.
Ca. auf halber Strecke erreichten wir Portugal . Der Rio Miño ist hier gleichzeitig der Grenzfluss.
Auch hier viel Weinanbau. Insgesamt wirkt vieles gepflegter wie in Spanien.
..... und die Sonne ließ sich kurz vor der Grenze wieder blicken.
Die letzten ca. 20 km ging es dann richtig in die Berge hoch.... schöne Weitsicht inklusive.
Unser Navi meinte bei 685m, wir wären oben.
Dabei war nur noch wenig Bewuchs und viel Fels. Gefühlt waren wir weit über 1000 m hoch.
Dann fuhren wir wieder etwas runter, auf 363m, bis nach Paredes de Coura.
Der Stellplatz liegt mitten in der Stadt (Hanglage eigene Terrasse für den Stellplatz) und ist ruhiger wie gedacht.
Ein kleiner Park ist angrenzend unterhalb vom Stellplatz, sowie Fußweg zum Supermarkt.
Ein hat heute tatsächlich zugeschnappt, wir hatten unseren Nachbarn gewarnt,
er aber wolle wie immer wieder anlocken….. und dabei ist es passiert,
dass sie ihn, nach einer schnellen ruckartigen Bewegung seinerseits soeben an Arm gepackt hat.
Aber wie er sagte: selber schuld.
Am späten Abend bis in die Nacht hinein, konnte man Musik aus dem Ort hören,
wahrscheinlich wurde Karneval gefeiert.
Stellplatz für 44 Wohnmobile
0€ /Nacht , V/E, Strom, Wifi ( im hinteren Bereich des Stellplatzes sehr schwach), Mülltonnen, alles kostenlos
Unterhalb der Stellplatzterrasse haben wir noch den Zugang zu Toilette/Dusche entdeckt
04.03.25
Paredes de Coura - Villa Chă = 113 km
Tag 18
Wolken/Sonne , morgens 7°/ nachmittags 18.°
Als erstes fuhren wir zum Einkaufen doch etwas weiter ins Landesinnere.
Ich hatte geglaubt, dass das so etwa auf halber Strecke unserer Route liegen müsste.
Erst danach habe ich das Ziel ins Navi eingegeben. Folge, wir sind einen Bogen gefahren, was aber nicht schlimm ist.
Die Straßen waren ok, bis auf die letzten 20 km. Da wurde es dann wieder abenteuerlich schmal,
Diesmal gleich auch noch mit Mauern als Begrenzung.
Das sind dann die Momente, wo zumindest ich hoffen, dass kein Gegenverkehr kommt.
Wir stehen nicht weit von Porto entfernt auf dem Campingplatz des Städtchens Villa Chã.
Ich will ja nicht meckern, aber mir war warm.... dabei saßen wir hier schon im Tshirt,
und die Sonne brannte durch die Jeans auf den Beinen.
Es ist schön, das alles zu erleben und zu sehen.
Die Felsen am Meer sind zerklüftet , die Strömung ist wild, der Sandstrand eher klein
Ein Spaziergang war für mich ein MUSS.
Schatzi ist mit Eni auf dem Campingplatz geblieben und hat sich ausgeruht
(schade, dass ihm das laufen so schnell zufiel wird).
Campingplatz
Camper, Strom, 2 Personen, 1 Hund = 24,10€
heiße Duschen, Wifi, V/E, Mülltonnen
05.03.25
Villa Chă - Vagos = 119 km
Tag 19
Regen/Wolken , morgens 13°/ nachmittags 16°
Nachts tröpfelte es gelegentlich und morgens zum Aufstehen fing es dann richtig an zu regnen.
Schlechtwetter gibt es hier auch - machen wir das Beste draus.
Wenn ich bedenke wie viel Sonne wir schon hatten, da dürfen dann auch mal ein paar Tage Regen sein
(wenn es denn unbedingt sein muss).
Heute mussten wir zuerst durch Porto. Viel Verkehr, oft schlechte Straßen und einige Baustellen, sorgten dafür, dass das dauerte.
Porto empfand ich erst mal als hässlich, erst zum Zentrum hin sah man schönere Ecken der Stadt.
Ich glaube, diese Stadt lohnt sich ohne Auto zu erkunden, dann findet man bestimmt ganz viel schönes.
Dafür sind wir aber nicht mehr fit genug und mit Hund, würde ich das auch nicht empfehlen.
Einen Blick auf die "Ponte Maria Pia" hatten wir auch, als wir auf der Nachbarbrücke den Rio Douro überquerten.
Die Ponte-Maria-Pia ist im gleichen Baustil, wie unsere heimische Müngstener-Brücke.
Auch danach ging es über eher schlechte Straßen von Ort zu Ort und zwischendurch immer wieder Regenschauer.
Dann kamen wir in ein Gebiet welches anscheinend sumpfig war. Der Boden war mit Wasserläufen und Tümpeln durchzogen.
Überall sah man Störche auf allen erdenklichen Masten sitzen, viele Nester, erstaunlich dicht beieinander, teils sogar in Bäumen (leider sind die Fotos nicht wirklich scharf)
Nicht mehr weit und wir kamen beim Stellplatz an. Näher am Meer geht wohl kaum, gleich neben dem Roadrunner geht es über Stege an den Sandstrand.
Wir haben die Regenpause genutzt und Eni flitzen lassen.
Stellplatz für 25 Wohnmobile
7 € (im Winter kostenlos)/ Nacht, V/E, Mülltonnen, Wifi
06.03.25
Vagos - Costa de Lavos = 65 km
Tag 20
Wolken, morgens 13°/ nachmittags 16°
Eni musste diese Nacht wieder mehrfach raus. Deshalb waren wir früh wach und dann auch früh unterwegs.
Diesmal ging es in Küstennähe weiter = Flachlandfahrt.
Erst kleine Dörfer, zwischendurch kilometerlang durch ein Wald/Heide/Dünengebiet.
Kurz vor Ende durch eine Stadt..... und dann wieder ans Meer.
Den Platz hatten wir uns ausgesucht, weil er einer der wenigen mit Strom ist.
Dort angekommen lasen wir das er zur Camping-Park-Card-Gruppe gehört.
Da noch Guthaben auf unserer Karte war, mussten wir diese nur ans Terminal dran halten,
Schranke geht auf usw. = sehr praktisch.
Leider mussten wir dann feststellen, dass alle Stromanschlüsse außer Betrieb sind und dass der Platz nun 12€ statt 8€ kostet.
Also müssen wir wieder alles mit Gas betreiben, das geht auch!
Der Stellplatz selbst hat den Charme eines Parkplatzes und grenzt auch unmittelbar an einen Pkw Parkplatz .
Aber die Lage zum Strand ist wieder top.
Und der wiederum lädt zum Spazierengehen ein.
Noch ist das Wetter besser wie angekündigt.
Abends mussten wir die Gasflasche wechseln.
Stellplatz für 63 Wohnmobile
12€ (im Winter , leider ohne Strom) Nacht , V/E, Mülltonnen, Wifi
07.03.25
Costa de Lavos - Alcobaça = 86 km
Tag 21
sehr windig - Wolken/Regen, morgens 11°/ nachmittags 16°
Abends schien uns noch die untergehende Sonne durchs Fenster, morgens dann kräftiger Wind und Wellenrauschen.
Über die Wellen hätte sich bestimmt so mancher Surfer gefreut.
Wie schön, dass Lidl (andere Supermarkt-Ketten ebenso) hier auch einfache Stellplätze anbieten,
so konnten wir die Adresse gleich von der Stellplatz-App ans Navi schicken.
Unsere Fahrt ging durch meist kleine Orte und Wälder, vorbei an einer Kaserne usw.
Als wir beim Lidl in Nazaré ankamen, waren die blau markierten Stellflächen für
Wohnmobile schon besetzt, wir parkten am Seitenstreifen.
Bleiben wollten wir sowieso nicht, nur einkaufen.
Interessant, wie unterschiedlich das Sortiment im Ausland ist. Muscheln und Schalentiere liegen meist unverpackt gefroren in großen Gefriertruhen und jeder kann sich mit einer Schaufel seinen Bedarf eintüten.
Danach ging es noch 17 km weiter nach Alcobaça.
Als Schatzi nach dem Strom guckte ist er mit dem Fuß in einer Kabelschlinge hängen gebliebenen und gefallen.
Die rechte Schulter tut weh, lässt sich aber in alle Richtungen bewegen.
Hoffentlich kriegen wir das mit Salbe und Tabletten schnell in den Griff.
Wir stehen in einem Park, unter Eukalyptusbäumen. Es riecht stark, irgendwie harzig?
Auch hier heult der Wind ums Womo und der angekündigte Regen kommt nun leider auch an.
Nach und nach kommt ein Wohnmobil/Van hier an. Mittlerweile lässt sich nichts mehr dazu quetschen.
Es ist schon mehr wie rappelvoll.
…… und es regnet und regnet…. Dafür hat der Wind sich gelegt.
Unser Plan: Die nächsten Tage wollen wir im Landesinneren an Lissabon vorbei fahren und nächtigen.
Den Großstadtrummel sparen wir uns.
(Kann ja sein, dass Lissabon äußerst sehenswert ist, früher als wir noch fitter waren und sowieso ohne Hund,
hätte mich das schon sehr gereizt. Nun aber passen wir die Tour dem an, was nun zu uns passt und vor allem gesundheitlich machbar ist)
Danach geht es dann wahrscheinlich wieder ans Meer.
Stellplatz für 16 Wohnmobile
0€, Strom, V/E, Mülltonnen, Toiletten, Wifi = alles kostenlos
Kein Sat-Empfang






























































