05.09.23
Stettin – Miedzywodzie = 86 km
Heute Morgen haben wir uns zuerst auf die Suche nach einen Geldautomaten gemacht,
waren dann im Lidl einkaufen und sind nachdem wir aus Stettin raus waren,
Kilometer um Kilometer durch Wälder gefahren. Nur ab und zu ganz kleine Dörfer.
Kurz vor dem Ziel dann die Kleinstadt Wolin.
Danach wieder Alleen und meist sehr schlechte Straßen.
Das Ziel : Camping Tramp
Gleich neben der Rezeption steht ein Geldautomat.
Ach wäre das gestern doch auch so gewesen,
dann hätten wir auf den teuren Campingplatz mit seiner Mückenplage verzichten können.
Unser Problem war einfach, dass wir zwischen den Touren nur 3 Tage zuhause waren.
Als ich montags auf der Sparkasse war, hatten die keine Zloty da…… und tags drauf sind wir ja schon jeder gestartet.
Unsere Hoffnung war eigentlich, dass wir gleich nach der Grenze Wechselstuben oder so finden.
Dem war nicht so, weil auf dem Polenmarkt noch alles mit Euro bezahlt wurde.
Preislich ist es hier auch etwas teurer wie in meiner App angegeben,
aber bei weitem nicht so teuer wie gestern und alles sieht viel gepflegter aus.
106 Zloty kostet uns die Übernachtung mit Kurtaxe.
Auf Storm für 30 Zloty und das Aufstellen von Markise/Vorzelt 16 Zloty haben wir verzichtet.
Angekommen an der Ostsee.
Der Strand ist traumhaft.... ...und ich überlege tatsächlich ins Wasser zu gehen.
….. und das habe ich dann nachmittags auch gemacht.
Das Wasser war gar nicht kalt , einfach nur herrlich.
Einen bunten Stein habe ich auch noch im Wasser gefunden.
Ein wunderbarer Tag geht zu Ende.
Miedzywodzie
Camping Tramp
106 Zloty
06.09.25
Miedzywodzie – Grzybowo = 92 km
Wir sind früh schlafen gegangen, weil unsere Aufbaubatterie wieder schlapp machte.
Die muss doch mehr Strom liefern, wie beim Essen und Spülen kurz das Licht angehabt haben und 2 Stunden fernsehen.
Nach der Fahrt war die Batterie voll, die Sonne schien, und wir haben eine ältere Solaranlage auf dem Dach.
Heute morgen hat sich dann der Bordkomputer abgeschaltet... Kurz drauf als die Sonne aufging, zeigte dieser wieder „Batterie voll“ an.
Wir hoffen, dass es wirklich nur an der Batterie liegt, z.b. Alterschwäche?
Somit sind wir schon früh aufgestanden und waren schon vor 8:00 "on the road".
Das erste Stück verlief entlang der Küste, das Meer sah man aber nicht,
Wald/Häuserstreifen versperrten die Sicht.....
dann ging es wegen Umleitungen durchs Landesinnere (Felder und Wälder)
bis in die Nähe von Kohlberg nach Grzybowo
Ein Supermarkt ist direkt um die Ecke, bis zum Meer sind es aber noch 650 m.
....und die zogen sich auf der sonnigen staubigen Straße, entlang einer Baustelle einer weiteren Feriensiedlung.
Dann noch durch die bewaldete Düne und das Meer wurde sichtbar.
Hier war sogar einiges los am Strand (gemessen an gestern) Aber verglichen mit deutschen Stränden,
war es leer. Ich denke in der Hochsaison, dürfte es hier aber auch richtig voll werden.
So leer wie es gestern war , gefällt mir persönlich noch besser.
Aber Frau kann ja näher heran ran zoomen, so dass es einsamer ausschaut wie es eigentlich war.
Grzybowo
Camping Bursztynek
91 Zloty
07.09.23
Grzybowo - Jaroslawiec = 119 km
Weiter ostwärts, direkte Küstenstraßen gibt es nicht.
Dafür wollte uns unser Navi über Straßen und Kreisverkehre schicken,
die noch gar nicht existieren bzw sich noch in der anfänglichen Bauphase befinden....
wie gut, dass so ein Navi dann umrechnet und man trotzdem zum Ziel gelangt.
Das was wir bisher von Polen gesehen haben, war Wald oder Landwirtschaft und kleine Dörfer....
um große Städte wurden wir meist drum herum geleitet.
Heute sind wir dann mal ganz kurz wegen einer Baustelle auf eine Autobahn gefahren.
Die Straßen waren heute, bis auf die letzten 20 km, wo jedoch schon neu ausgebaut wurde, recht gut.
Selbst auf kleineren Straßen war heute mehr Verkehr als die letzten Tage.
Wir stehen nun erneut in einem Kiefernwald.
In einem Ferienpark, viele Blockhäuser und 19 Stellplätze für Wohnmobile.
Das Ganze mit direkten Zugang zum Strand.
Wegen der Bäume leider kein Sat-Empfang, deshalb versuchen wir es heute wieder ohne Strom.
.... bis zum Stellplatz höre ich das Meer rauschen...
ansonsten RUHE.... denn mittlerweile ist Nachsaison und nur vereinzelt etwas belegt .
4 Camper und 1 Wohnwagen, die angrenzenden Blockhäuser sind leer.
Mein Erkundungs-Spaziergang führte mich auch zum Strand,
erst Trampelpfad, durch den Wald und dann der Zugang zum Meer......
Wind und Wellen, Möwen und Kormorane.
Bestimmt werden wir gleich noch mal zu 2. hingehen
Was war das abends ruhig. Der Platz fast leer, kein Fernsehen,
aber auch kein Radio, denn die Batterien die wir als Vorrat im Womo hatten, waren verschwunden.
So sind wir recht früh schlafen gegangen und auch wieder früh aufgewacht.
Jaroslawiec
Resort- Bałtycka
75 Zloty
08.09.23
Jaroslawiec – Zawory = 141 km
Heute haben wir uns vom Meer abgewandt und sind ins Landesinnere an einen See gefahren.
Die Straßen waren schmal, und entgegenkommenden LKW ließen einem wenig Platz,
was mir immer ein wenig Panik macht. Dann wieder die Bundesstraße S6,
die anscheinend durchgehend von 2 auf 4 Spuren erweitert wird.
Landschaftlich wurde es ein wenig hügeliger und kurviger.
Gleich zu Anfang waren wir in der ersten Stadt einkaufen und auf der Strecke dann auch noch mal volltanken
(obwohl wir erst wenig unter halb waren), denn man weiß in dünn besiedelten Gebieten nie,
wann sich die nächste Möglichkeit bietet. Umgerechnet kostete der Diesel heute 1,38€ je Liter.
Zawory
Campingplatz Bachus
mit Strom 81,40 Zloty
09.09.23
Zawory – Małe Swornegacie = 96 km
Wochenend und Sonnenschein... Es wurde gestern noch voll auf dem Campingplatz
und somit auch etwas lauter. Aber um 22:00 war Ruhe.
Fahren wir noch mal zur Küste, östlich näher ran an den Zipfel der zu Russland gehört?
Die Campingplätze dort haben schlechte Kritiken bezüglich Ruhe und Sauberkeit,
sind wohl so etwas wie die Partymeile der polnischen Ostseeküste.
Wollen wir uns das wirklich antun?
Wir entscheiden uns dagegen und fahren nach Westen, weiter hinein ins Gebiet der pommerschen Seenplatte.
Vorbei an Seen und durch Wiesen, Felder und Wälder bis nach Małe Swornegacie.
Die Straßen waren bis auf kleine Ausnahmen durchweg gut.
Der Platz, bei einem Restaurant, liegt zwischen 2 Seen.
Der an dem wir stehen, ist quasi Natur pur - Schwäne, Möwen, kleiner Strandbereich.
Das ist genau unser Ding.
Der See gleich auf der anderen Straßenseite bietet mehr Freizeitspaß:
Lokal, Musik, Tretboote, allgemein zugänglicher Strand.
Abendstimmung am See
Małe Swory camping
87 Zloty
10.09.23
Małe Swornegacie - Zdbice =106 km
.... und noch weiter hinein ins Gebiet der pommerschen Seenplatte
.... und auch schon Richtung zurück, also westlich.
Was Polen bisher für mich ausmacht, ist größtenteils GRÜN: Wiesen, Felder und Wälder.
Noch nie in meinem Leben habe ich so große bewaldete Flächen am Stück gesehen.
Mitten hindurch führen kilometerlange Straßen, meist schnurgeradeaus,
was das Fahren ermüdend macht, weil man nicht viel unterschiedliches zu sehen bekommt.
Kaum fährt man in einen Dorf/Städtchen, ist man auch schon wieder draußen.
Die Landschaft ist, in dem von uns bereisten Gebiet, flach bis leicht hügelig.
Die Straßen waren heute durchweg gut.
Heute machen wir Halt in Zdbice
Leider gibt es heute keinen Streckenverlauf, der Empfang ist zu schlecht, die App öffnet die Karte nicht.
Es ist sehr warm und ich kann mir vorstellen, nachher ein Bad im See zu nehmen.
Das Wasser war kühl, erfrischend, nicht kalt.
Ein Campingnachbar gab uns Infomaterial zu der Gegend, in der wir gerade sind, in Deutsch :-)
Kaum vorstellbar, wie dünn besiedelt Polen hier ist.
Zdbice
Camping 64
mit Strom 85 Zloty
11.09.23
Zdbice – Osiek – Tugi = 152 km
Wegen dem schlechten Empfang (das erste mal in Polen) hatte ich gestern für heute kein Ziel heraus suchen können.
Also erst mal los gefahren, an einem alten Kriegsschauplatz vorbei gekommen, schnell ein paar Fotos gemacht.
Im nächsten Städtchen eingekauft, und in der App einen Campingplatz gesucht. .
Der Erste, den wir anfuhren, sah auch einladend aus,
aber es war absolut nicht ersichtlich, wo man sich anmelden und bezahlen kann.
Also was anderes gesucht. Bis hierhin waren die Straßen gut.
Um zum nächsten Campingplatz hin zu gelangen, ging die Strecke mitten durch einen Nationalpark.
Da wurde es dann richtig abenteuerlich = schlechte Straße.
Ca 4 Kilometer davon waren sehr schlechte Straße.
Ein Gemisch aus Schlagloch an Schlagloch mit ein bisschen Schotterpiste.
Mit 20 km/h schaukelten wir ganz langsam vom einem Loch zum nächsten.....
Was war das schön, als die Straße langsam wieder besser wurde.
2 Kilometer vorm Ziel, dann eine Straßensperrung und eine Umleitung von 20 Kilometern.
Es ging durch kleine abgelegene Dörfer mit Kopfsteinpflaster.
Angekommen in Osiek, stellten wir fest, dass der Campingplatz/Stellplatz geschlossen ist.
Auf dem Parkplatz davor steht ein Wohnmobil, auch wir wollen hier bleiben.
Gegenüber ist der Strand von einem weiteren schönen See, der herrlich erfrischend war.
Nachdem der mit uns dort stehende Camper abfuhr,
und auch die Tagesgäste vom Strand nach und nach den Parkplatz verließen,
war es uns, so allein auf weiter Flur, und dem unbeleuchtetem Parkplatz doch ein wenig zu einsam.
Und so packten auch wir unsere Sachen, um in einem etwas bewohnterem Gebiet zu nächtigen.
Im Stadtgebiet selbst fanden wir nichts, aber ein paar Kilometer weiter sollte noch ein Stellplatz am See sein.
Dieser ist leider ebenso geschlossen.
Anscheinend haben die nur zu den Ferienzeiten in Polen auf.
Hier stehen aber: einige Häuser und auch die Laternen sind an.
Somit nächtigen wir heute an der Bundesstraße 22 in Tugi.
Auf der Fahrt stellten wir fest, dass vorne rechts der Scheinwerfer nicht mehr leuchtet.
Der hat bestimmt bei dem Gerappel heut morgen, auf der sehr schlechten Straße, seinen Geist aufgegeben.

















































