Roadrunners große Reise

11.08.2018 - 31.08.2018

Ca. 3 wochen haben wir nun unseren Oldie und schon soll er unter Beweis stellen was er kann

 

Hier ein grober Tourenplan ( GoogleMapps PKW) - es kann sein, dass uns die Wohnmobil-App noch etwas anders führt.

Geplant ist es  Richtung Südfrankreich zu starten, Port Frejùs  als Zwischenziel, um dort Freunde zu überraschen.

Weiter durch Italien, möchte ich dann zum Urlaubsort meiner Kindheit, nach Cesenatico

Von dort aus geht es zurück über Österreich(Brenner) nach Deutschland. Dort werden wir dann die letzten Tage „vertrödeln“.

Alles in allem geschätzte 3000-3500 km in 3 Wochen., und hauptsächlich auf Landstraßen – denn Autobahn  kann jeder J

Wir haben vor, so  ca 200-300 km  je Tag zu fahren und uns dann bei ca dieser   Entfernung Stellplätze zu suchen.

Tag 1
Solingen -       Thiaucourt-Renieville          =               462 km

Gegen 10 starteten wir. Bis Kerpen fuhren wir Autobahn, danach nur noch Landstraße durch die Eifel.

Richtung Monschau/ Aachen, weiter  über Euten/Belgien durchs Hohe Fenn zu den Ardennen.

Den größten Teil der Strecke ging durch Belgien , sehr schön war die Durchfahrt durch Bastongne ….

Lauter Regenschirme baumelten über der Straße im Sonnenschein – das war ein herrlicher Anblick.

Unscheinbar der Grenzübergang nach Frankreich. 

Wir fuhren wieder sehr viele kleine schmale Straßen.

An einer Straße waren wir gerade um ein Feld rum abgebogen, als einen Kuh aus dem Maisfeld heraus kam und Richtung Straße wollte.

Sie guckte mindestens genauso erstaunt wie wir J

Ca 40 km nach Frankreich hinein war  eigentlich das Ende unser ersten Ertappe vorgesehen.

Aber der Platz in Dun Sur Meuse  (362 KM) war voll und nichts in der Nähe.

Nun hieß es weiter fahren  Richtung Verdun. Dort sind wir an einigen Kriegsgräberdenkmalen  vorbei gefahren.

.......weiter ging es in den Abend hinein

Richtung Nancy fanden wir dann ein Stellplatz bei Thiaucourt-Renieville.

Etwas abgelegen an einem  Sportplatz, mit Strom Ver- und Endsorgungs-Station  – hier waren wir ganz alleine.

 

Kostenpunkt 2 € für 2x2Std Strom

Tag 2

Thiaucourt-Renieville - Pouilly-sur-Saone    =     329 km

Geschlafen habe ich schlecht. 
Lange brauchte ich um einzuschlafen, dann nach kurzem Schlaf ein Geräusch hinter dem Camper.

Später noch mal Stimmen ganz weit weg. 
So alleine in der Natur zu übernachten ist komisch und hat mich dann letztendlich bis 3:30 wach gehalten.

Um 7:00 war ich dann wieder wach.

Micha ist mit dem Hund raus, dann haben wir gefrühstückt.

Anschließend bin ich auch noch ein paar Schritte mit ihr gegangen, dann sind wir wieder los gefahren. 

Richtung Dijon - Ja sind wir denn bei der Tour de France????

Mittags entdeckten wir einen See, dort machen wir dann etwas Pause und  gingen mit Dina spazieren.

So bei den ganz großen, sieht unser Roadrunner richtig Schnuckelig aus.

 

Auch diesmal gab es wieder ganz viel Landschaft und es wurde in laufe des Tages richtig heiß.

Als wir wach wurden war es gerade mal 15° als wir gegen 16:30 ankamen waren es 35°

Duschen und Toilette sind uns sehr willkommen J

Ziel war der Stellplatz im Hafen von Saint Jean Losne – Entsorgung haben wir gefunden, 
nur nicht wo man parken und Strom haben kann.

Also sind wir noch 17 km weiter bis Camping  de la  Page in Pouilly-sur-Saone.

Der Platz liegt schön am Fluss, direkt mal mit dem Hund zum Abkühlen ans Wasser kommt man aber nicht.

Kosten: 14€ für Stellplatz und Strom + 1€ für den Hund

Tag 3

 Pouilly-sur-Saone - Cognin les Gorges = 333 km

 

Ich habe gut geschlafen, war ja auch müde genug. Nachts hat es Gewittert und kräftig geregnet.

Nach dem Frühstück haben wir in Ruhe alles eingepackt und sind dann Richtung Grenoble aufgebrochen.

Zuerst ging es durch kleine Städte die sich mit Landschaft abwechselten.

Das Wetter war den ganzen Tag über durchwachsen und teils kräftigen Regenschauern.

Getankt haben wir nun zum 2. Mal. (fürs Tanken werden wir wohl das meiste Geld ausgeben, 
bei dem was wir alles vorhaben abzufahren kommt da bestimmt viel zusammen)

... und  nicht weit davon  entfernt, haben wir einen Aldi gefunden und ich bin mal schnell rein etwas frisches einkaufen.

Als ich wieder raus kam schien die Sonne und es Dampfte regelrecht.

Unsere Tour ging diesmal durch das Gebiet der französischen Alpen….. 
ok mit Bergen hatte ich gerechnet, aber nicht damit, dass sie so hoch und steil aufragen.

Geplant war es, auf einem Stellplatz in St.-Pierre- de- Chartreuse zu übernachten.

Kurz vor Ankunft dort wurden die Berge immer steiler, so dass ich vermutete, dass wir ganz oben drauf sein werden.

Wir verpassten in einer Kurve, dass wir dort rum gemusst hätten, der Navi schlug aber direkt eine Strecke vor, 
die nur ca 2-3 km länger war.

Ok, also da lang, …. es wurde immer steiler …. dann sollten wir wieder bergab – puh ….. 16% Gefälle – das war  heftig.

Und dann waren wir wieder auf der richtigen Straße – noch 3 km weiter und wir waren oben angekommen.

Doch dort war eine kleine Kirmes aufgebaut, Touri-Geschäfte und Lokale gab es ebenfalls einige.

Und da wo die Stellplätze für die Wohnmobile waren, standen die Wohnwagen der Kirmesleute.

So langsam habe ich die Vermutung, dass der Platz den wir uns als erste Möglichkeit aussuchen immer besetzt ist.

 

Also wieder runter den Berg, denn nach 60 km in Cognin les Gorges, sollte ein Campingplatz sein.

Das Navi schickte uns in diesem Ort aber durch aller-engste Ecken, bergauf und überall wohin wir abbiegen sollten, war die Durchfahrt gesperrt.

Schließlich endete unsere Fahrt in einer ganz engen Sackgasse. Diese heiß es nun rückwärts wieder hoch zu fahren, dann zu rangieren, um irgendwie zu drehen.

Ein netter Anwohner sagte uns mit brüchigem englisch, wie wir zum Camping fahren müssen. Und schließlich fanden wir,  was wir gesucht hatten.

Ein kleiner fast leerer Platz mit netter Leitung ( Französin, die gut Deutsch sprach, weil sie Deutschlehrerin ist.)

 

Kosten: 7€ Stellplatz, 3€ Strom + 44Cent Kurtaxe J

 

Hier werden wir eine bestimmt sehr ruhige Nacht  verbringen und morgen die letzte Etappe nach Frejuis fahren.

Tag 4

 Cognin les Gorges - Atheor Sait Raphaels = 382 Km 

 

Nach einer sehr ruhigen und regnerischen Nacht wollten wir eigentlich recht zeitig aufbrechen. 

Die Abfahrt verzögerte sich aber etwas, weil eine Frau fragte, ob wir ihr helfen können den Reifen zu wechseln. 

Sie war glücklich dass Micha ihr half, um 9:00 waren wir dann wieder auf der Straße. 

Noch verstecken sich die Berge in den Wolken aber schon bald klärt es sich mehr und mehr auf.

Die Fahrt durch die Berge (französischen Alpen + Esterel Gebirge) war atemberaubend. 

Einfach toll diese Landschaft.

Irgendwann wurde es flacher.

Als wir nachmittags in Frejus ankamen, war ich doch etwas entsetzt, wie voll es dort war. 

So wurde es leider nichts aus dem von uns geplanten Überaschungsbesuch bei unseren Freunden,

weil einfach nirgends ein Parkplatz zu finden wir auch unseren Roadrunner hätten parken dürfen.

Wir landeten schließlich ca 20 km weiter auf einem Campingplatz, der leider auch noch recht teuer war, für das was er bietet.

Wir hatten den letzten  freien Platz ergattert und mussten mit unseren langen „Schiff“ etliche male hin und her rangieren,

um von den kleinen engen Weg in die Parzelle fahren  zu  können.

Wir hätten noch weiter nach rechts in eine Lücke gesollt, sind aber so stehen geblieben um am nächsten Tag einigermaßen gut herausfahren zu können.

 

Insgesamt ist es hier nicht schlecht, aber bei dem Preis hätte ich schon Klobrillen und Toilettenpapier auf den Toiletten erwartet.

Camping Azur Rivage, Atheor Sait Raphaels

Kosten= 47,50 € Für Stellplatz Strom und Hund

Für den nächsten Tag  hatten wir dann ein Treffen mit unseren Freunden geplant.

 

Tag 5

Atheor Sait Raphaels - Frejus = 20 km

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht, packten nach dem Frühstück unsere Sachen und fuhren zurück nach Frejus.

Nicht allzu weit vom Hafen entfernt telefonierten wir und Willi kam uns abholen, bzw. er loste uns mit dem Roller zu einer Straße, wo öfter Wohnmobile parken.

Wir fanden noch einen Platz, natürlich ohne Strom, und liefen zusammen zum Boot.

Dort verbrachten wir den größten Teil des Tages, zwischendurch waren wir für einen Stunde in der Wohnung um uns dort frisch zu machen etc..

Nachmittags waren wir am Strand, ich war mit Annette schwimmen.

Dann ging es zurück zum Boot.

Abends wanderten wir zusammen in die Altstadt und aßen gemütlich zu Abend.

Um 22:00 War ein Feuerwerk über der Bucht, man sah nichts, aber hörte es deutlich – Dina war vor lauter Angst kaum zu bändigen.

Nach einer Viertelstunde war der „Spuk“ vorbei und wir machten uns auf den Rückweg. 

Als wir dann wieder beim Wohnmobil waren, schauten sich Annette und Willi sich alles noch an und dann hieß es abschied nehmen.

Sie hatten uns zwar für ein paar Tage ihre Ferienwohnung angeboten, aber das war nicht das, was wir wollten.

Zum einen wollten wir die Urlaubsplanung der Beiden nicht durcheinander bringen, zum anderen wollten wir sie ja nur mal kurz besuchen und dann weiter fahren.

Wir hatten ja schließlich noch viel vor!

Tag 6

Frejus - La Morra = 268 km 

Die Nacht war erholsamer wie befürchtet.

Ab 1:00 war Ruhe in den Straßen, aber um 6:45 saßen wir fast senkrecht im Bett,

als ein Motorrad dran vorbei donnerte und Dina vor Schreck über uns drüber aus dem Bett flüchtete.

Brot war noch von Vortag da, der Aufschnitt war mittlerweile ohne Strom nicht mehr wirklich kalt, 

für den Kaffe wurde  Wasser auf Gas gekocht und aufgeschüttet 

Mit dieser kleinen Stärkung im Bauch, furhren wir der Küste entlang richtung Nizza.

Vor Nizza sind wir ein kleines Stück Autobahn gefahren, denn das Navi zeigte uns keine andere Möglichkeit.

Ich dachte es hätte etwas mit Umweltzone Nizza zu tun, aber es gab wohl andere Gründe, denn durch Nizza fuhren wir durch.

 

Bald danach fuhren wir bald wieder rein in die Berge, zuerst mit tollen Blick auf die Cote d Azur.

Vor Monaco ging es wieder in die Berge und so hatten wir nur einen kurzen Blick von oben herunter.

Richtig ran geklebt an den Berg scheinen die Häuser dort zu sein.

Vor einem Tunnel dann „Stau“….. es ging einspurig die Serpentinen hinauf, Baustelle, dann der Tunnel auch einspurig……

am Ende des ca 3200 m langen Tunnel waren wir in Italien.

 

So langsam wurden die Berge weniger, sanfter, als wenn wir über einen Hochebene fahren. Immer öfter sahen wir Weinanbau.

 

Wir näherten und unserem Etappenziel „La Morra“

 

Ein kleines altes Städtchen – doch wo nur war der Stellplatz?

Erst als wir 2 x hin und her gefahren sind fanden wir von oben herunter ein Hinweisschild.

 

Der Platz liegt etwas abseits, unterhalb des Ortes, ist ordentlich und kostet mit Strom, 
sowie  Ver- und Endsorgung 10 € für 24 Std.

Leider muss man zu Städtchen den Berg wieder hinaufkraxeln – darauf haben wir nicht wirklich Lust,

wir sind nach dem gestrigen Tag doch recht müde – Schade, es wäre bestimmt sehenswert gewesen.

Tag 7

La Morra - Fontanellto = 308 Km

Wir haben gut geschlafen. Kurz vor 7:00 wurden wir wach und machten uns dann schnell startklar.

Frühstück gab es diesmal erst, als wir 20 km weiter eingekauft hatten.

Unsere heutige Etappe ging weiter durch die Weinberge runter bis in die Po-Ebene.

Es war sehr warm und nach  diesmal nur kurzer Suche nach dem Stellplatz waren wir froh,

dass dieser unter einer großen Solaranlage liegt. So hatten wir Schatten.

 

Kosten 12 € für 24 Std und 3 € für Strom

 

Der Ort Fontanellato  ist auch nicht allzu weit entfernt…. Dort waren wir abends noch etwas bummeln.

 

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