F-Nord 26_1

Nord-Frankreich 2026

Fahrt in/durch den Mai 

30.04.26 – 02.06.26

29.04.26 

Die Arzttermine liegen hinter uns und der Roadrunner wartet. 

FISCHBRÖTCHEN  in Hooksiel  oder gleich Richtung  Ärmelkanal?

Wir haben uns  nun entschieden, doch gleich über/durch Belgien  zu fahren, dort bis an die Nordsee, dem Atlantik entgegen und dann immer der Küste entlang zur Normandie.

Morgen erst noch Lebensmittel einkaufen, dann Wohnmobil holen, noch müssen wir sehen, dass wir die Matratze reingekommen, alles auf- und einräumen, vielleicht  fahren wir anschließend  noch ein paar Kilometer,  ....

Tag 1 - 30.04.26
Solingen - Rohren/ Dröft = 132 km

Ich saß mit gepackten Sachen in der Wohnung, währen Micha es vom Stellplatz abholen wollte.

Als es losgehen sollte, macht unser Wohnmobil Probleme. Es sprang beim Anlassen an und ging kurz drauf aus...... dann  tat sich nichts mehr. Micha informierte mich und den ADAC.

.....  für mich/ uns stand gerade mal wieder in den Sternen, ob das mit der Tour überhaupt was gibt. Dann der erlösende Anruf: Alles ok! 

Anscheinend stand der Roadrunner etwas zu schräg nach hinten geneigt, so dass über die lange Standzeit der Diesel zurück geflossen ist und es  Luftblasen in der Leitung gab. Er startete dann wieder anstandslos und der Mann vom ADAC  sagte es läge auch keine Fehlermeldung vor. 

Somit nur ein Schreck am Morgen,  aber nach den Problemen die wir letztes Jahr hatten, reagieren wir vielleicht auch etwas empfindlich.

 

Mit ca. 2 Stunden Verspätung  fuhren wir los. Nur wenige Kilometer war der Plan,  aber sowohl der Stehplatz in Nörvenich,  wie auch der in Düren waren schon voll. Und so entschlossen wir uns abseits der Route tief in die Eifel zu fahren, dahin wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen - nach Dröft. 

 

Stellplatz für  Wohnmobile

9€/ Nacht, Strom 1kw/1€, V/E, Mülltonnen,  Toiletten

Tag 2 - 01.05.26
Rohren/ Dröft  -  Fromelennes(F) = 196 km

Die neue Matratze ist noch gewöhnungsbedürftig, weil höher und härter, aber eine Wohltat.

Die Mainacht wurde im Ländlichen stärker gefeiert, wie vermutet.  Nachts gegen 5:30 kam das Traktor-Party-Anhänger-Gespann der schon abends laut schallend vorbeifuhr, wieder zurück, nur um dann später nach 2x dran vorbei zu fahren….. da wackelte der Roadrunner nicht nur vom Wind,  sondern auch weil wir aufschraken.

 

Nach dem Frühstück,  ab  nach Belgien, landschaftlich sind Hohes Venn und die Ardennen sehr reizvoll,  aber es war auch sehr voll.

Wir haben 3 CampingCarPark-Stellplätze angefahren, alles voll, einen anderen den wir von der Herbsttour her kannten, akzeptierte unsere Daten und Geldkarte nicht, so dass wir erst gar nicht drauf konnten, dort wäre sonst noch Platz gewesen. 

Und so sind wir immer weiter von unserer Route abgewichen, lassen nun die belgische Küste rechts liegen und stehen jetzt auf einem kleinen ganz  neuen Stellplatz kurz hinter der französischen Grenze, als 7. Wohnmobil, es reicht für heute. Hier lassen wir den Tag nun bei herrlichem Sonnenschein ausklingen.

 

Stellplatz für  6 Wohnmobile

0€/ Nacht, Entsorgung,  Wasser 10 min 2€, Mülltonnen 

Schlechter D2-Handy-Empfang auber und gepflegt

Tag 3 - 02.05.26
Fromelennes - Felleries  = 72 km

Frankreich,  Belgien,  Frankreich…. So war die Etappe  natürlich kürzer als wenn wir einen Bogen gefahren hätten, um in Frankreich zu bleiben

Diesmal hat alles wunderbar geklappt, gleich beim 1. angesteuert Stellplatz war noch massenhaft frei. 

Das Gelände  scheint ein früherer Campingplatz zu sein, der zum Stellplatz  umgebaut wurde, viel Wiese, das Sanitärhaus ist älteren Datums,  aber sauber und gepflegt. 

So gefällt uns das. 

Noch scheint die Sonne  und wir genießen es draußen zu sitzen, es sollen später leider Gewitter durchziehen.

Das Gewitter  kam am frühen Abend, nur etwas Gegrummel in der Luft, kombiniert mit wenigen Regentropfen. Was blieb, war ein mit dickem Wolken verhangener Himmel.

 

CampingCarPark Stellplatz für  60 Wohnmobile

16,34 €/ Nacht, Strom ,V/E, Toiletten, Duschen, Mülltonnen 

Trotz  Ankündigung kein Wifi  vorhanden

Tag 4 - 03.05.26
Felleries  - Arleux  = 90 km

Beim Frühstück setzte Nieselregen ein und während der Fahrt war quasi Dauerregen. 

Viel Landschaft und kleinere Städte,  kaum Verkehr….. Wir waren flotter wie gedacht am heutigen Ziel.

Als wir in Arleux ankamen, hörte der Regen auf. Zwischenzeitlich haben wir schon eine Runde über den Platz gedreht und waren am Kanal spazieren 

Am frühen Nachmittag kam sogar die Sonne raus und wir konnten  draußen sitzen. Damit hatten wir heute gar nicht gerechnet. 

Für uns Genuss pur, Ruhe und Vogelgezwitscher. Vor allem kein Verkehrslärm wie zuhause auf dem Balkon, denn wir deshalb nur noch zum Wäschetrocknen nutzen, weil der Lärm kaum auszuhalten ist.

 

CampingCarPark Stellplatz für  60 Wohnmobile (Hier stehen auch Chalets und Wohnwagengespanne)

14,69 €/ Nacht, Strom ,V/E, Toiletten, Duschen, Mülltonnen

Trotz  Ankündigung wieder kein Wifi  vorhanden

Tag 5 - 04.05.26
Arleux - Estaires = 69 km

Unsere heutige Etappe  verlief fast durchgehend durch gut besiedeltes Gebiet.  Von Stadt zu Stadt,  von Kreisverkehr zu Kreisverkehr trödelten wir dem heutigen Ziel entgegen. 

Stadtnah hinter der Feuerwehr,  das letzte Stückchen Zufahrt mussten wir uns selber suchen, denn unter der nur  2,60m hohen Brücke hätten wir nicht durch gepasst .

3 Einstellbuchten durch Hecken getrennt und auf der Wiese vor jeder Bucht eine Picknick-Sitzgruppe. 

In der Nähe eines kleiner Fluss, an dem wir spazieren waren und entlang der Häuser wieder zurück. 

 

Stellplatz für  3 Wohnmobile

0 €/ Nacht, V/E: Strom 4€/12 Std,  2€/10 Minuten Wasser

Tag 6 - 05.05.26
Estaires - Calais = 130 km

Eigentlich war eine kürzere  Etappe  geplant. Der kostenlose Stellplatz in Esquelbecq war auch schön gelegen, allerdings gab es wieder keinen Strom und dort wo wir parkten auch keinen Sat-Empfang,  durch Umsetzen wäre der Empfang aber möglich gewesen. Wir haben einen schönen  Spaziergang gemacht und entdeckten dabei “Kunst im Wald” . Ein kleiner Ort mit Schlösschen war direkt angrenzend. 

Und doch war uns irgendwie nach  Meer und so sind wir weitergefahren nach Calais. 

Die Platzbeschreibung in Park4nigth hörte sich für uns so an, als könnte man quasi direkt vom Platz aus aufs Meer und auf die großen Fähren Richtung England  gucken.

Leider ist dem nicht so. 

Alleine bis man von dem großen  eingezäunten Stellplatz  herunter kommt, dann die Straßen entlang, 2 Kreisverkehre …. Und dann irgendwann das Meer. 

Mit unserer ängstlichen Eni ? Unmöglich !!!!

Gestern das spazieren durch ruhige Straßen,  inklusive 2 x heftig erschrecken, weil plötzlich jemand aus dem Hinterhalt  =Haustüre kommt, bzw. ein Hund, der plötzlich  vors Fenster sprang, reichten Eni an  Stress, um nachts wieder Magen/Darmprobleme zu bekommen.  

Somit bleiben wir auf dem Stellplatz ohne Aussicht und bereuen  ein wenig, nicht bei dem anderen geblieben zu sein, weil man dort schöner spazieren gehen konnte.

Später am Nachmittag  fanden wir noch schöne Spazierwege am Kanal. Dafür mussten wir nur am 1. Kreisverkehr auf die andere Straßenseite.  Wenn man dort immer weiter  geht, kommt man in Richtung  Fähranleger. 

Der Platz selbst ist in Ordnung und gepflegt,  vor den Platz gleich 4 V/E Stationen 

 

CampingCarPark Stellplatz für  102 Wohnmobile

17,50 €/ Nacht, inkl. Strom ,V/E, Mülltonnen 

Trotz  Ankündigung in der App kein Wifi  vorhanden

Tag 7 - 06.05.26
Calais - Saint-Étienne-au-Mont = 52 km

Über die Route Nationale D940 in Küstennähe Richtung Boulogne sur mer.

Immer wieder gab es kurze Blicke aufs Meer bis hin zu den Kreidefelsen von Dover.  Schade, dass der Himmel heute nicht blau strahlt, dann wären Farben und Aussicht um ein vielfaches schöner. Des Weiteren  Dünen und kleine Dörfer. 

Bei Boulogne sur mer wurde es wuseliger und voller.

Zum  Stellplatz hin wurde es wegen überall drum herum abgestellter Anhänger von Schaustellern recht eng. Wollten wir da überhaupt bleiben? Gleich neben einer Kirmes? Ist uns diese Lärmbelästigung bis in die Nacht wert, nur weil hier das Meer sehr nah dran ist?

Wir entschieden uns dagegen und fuhren einen Stellplatz in der Natur an. Hier ist es schön ruhig und mal sehen, ob wir die Strecke zum Meer schaffen oder nicht.

 

Wir haben die 1,5 km je Strecke geschafft. Berg runter der Straße lang ging gut,  der Strand mit den vorgelagerten Dünen ist ein Traum.  Eni flitze auch gleich los. Diese Lebensfreude ist die Anstrengung wert. 

Und als wir dann den Rückweg antreten wollten, verschwand sie in den Dünen ….sie guckte immer mal wo wir sind, und kam schließlich zurück….. und dann hieß es berghoch laufen

…. zwischendurch ausruhen…. und müde beim Roadrunner ankommen. 

 

Stellplatz für  26 Wohnmobile

15,50 €/ Nacht, inkl. Strom ,V/E, Mülltonnen 

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