03.09.26 - Tag 22
Drohiczyn  - Trzcianki=  132 km

Mittlerweile bewegen wir uns in Gebieten, in denen es viel weniger Stell-/Campingplätze gibt…. Und diese müssen ja auch noch geöffnet sein. Von daher werden die Etappen  wohl länger werden.

Trotz sehr viel Landschaft war das Gebiet  heute bevölkerter,  ein kleines Städtchen reihte sich ans andere, dazwischen eine größere Stadt,  die wir aber nur am Rand durchquerten.

Die Straßenverhältnisse waren,  abgesehen von ganz keinen Abschnitten, gut bis sehr gut. 

 

Pole namiotowe Na Haczyku, Trzcianki

Eine große  Wiese hinter einen Bauernhof, ein Fischteich, Sanitärräume in Containern, Trinkwasser, Strom, Mülltonnen, sogar Schwarz-/Grauwasser-Entsorgung

Das Plumsklo, entdeckten wir im Wäldchen beim Teich,  es dient nur zur Anschauung,  daneben war noch ein Dixi

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1Hund/ Strom = 80 Zloty (18,50 €)

04.09.26 - Tag 23
Trzcianki - Kaniów = 251 km

Der Tag der vielen geschlossenen Campingplätze und der gesperrten Straßen….. er sollte lang werden…. Wir sind bis 17: unterwegs gewesen….. und nun endlich PAUSE

 

Direkt am Anfang der Etappe waren wir tanken und einkaufen. Das erste Stück war ländlich, dann viele Kilometer über eine mehrspurige Schnellstraße,  später dann von Örtchen zu Örtchen….. Langsam sieht man Berge. Es geht eher sanft auf und ab.  Dann wieder runter ins Tal,  zu den Dinosauriern.  Hier gab es sowohl einen Stellplatz, als auch einen Campingplatz. Was wir nicht wussten, ist, dass es sich um ein riesiges Ausflugsgebiet handelt, mit Kinderunterhaltung jeglicher Art, Safari Touren usw.

Der Stellplatz war geschlossen und auch der ganze Unterhaltungstrubel machte einen sehr ruhigen Eindruck, der Campingplatz  auf der anderen Seite vom Vergnügungspark, war ebenfalls verlassen und im Prinzip auch viel zu eng für unser 7m Wohnmobil. 

Der nächste Campingplatz war 40 Kilometer entfernt, als wir ankamen, war auch dort alles geschlossen. Wir machten Mittagspause auf dem Parkplatz dahinter und gingen ein paar Schritte mit Eni spazieren.  Hier hätte man sogar Fernsehempfang gehabt. Aber wir waren unsicher, da in Polen Freistehen nicht gestattet ist.  Was, wenn kontrolliert wird? Wir verstehen doch noch nicht mal, was die sagen…? Also vielleicht doch besser weiterfahren. In 50 Kilometer kommt doch schon der nächste Platz…das Navi schickte  uns in einen Waldweg, war wohl kürzer? Endete aber vor einem Privatgrundstück und einem Fußweg. Also wenden und die nächstmögliche Straße nehmen. Das hat dann auch geklappt,  nur auf diesem Stellplatz waren Strom und Wasser schon abgestellt , vielleicht doch noch 8 km weiter zum nächsten? Wegen Straßenbauarbeiten war die Zufahrtsstraße gesperrt,  gleich ums Eck sollte aber noch ein  Campingplatz sein. Hierhin  wollte uns das Navi im riesigen Bogen führen, wieder viele gesperrte Straßen, das  ließ die Strecke immer länger werden, bis wir dann merkten, dass wir auf der Bundesstraße wieder zurückgeführt wurden, warum nicht gleich so ???

Der Campingplatz war natürlich auch geschlossen,  was auch sonst?

Also noch ein paar Kilometer zurück zum Stellplatz ohne  Strom und Wasser .

Dieser liegt oberhalb eines kleinen Wassersportsees. Es ist eine Bühne aufgebaut und drum herum werden noch Absperrungen aufgestellt….. Ich hoffe, dass es diese Nacht ruhig bleibt und die große Fete erst morgen ist.

 

Kostenloser Stellplatz für ca 8 Wohnmobile , 2 x V/E mit jeweils 2 x Strom ( 1 Zloty für 2 Std Strom oder 10 l Wasser) leider abgestellt. Grau-/Schwarzwasser-Entsorgung  funktioniert ohne nachspülen, Mülltonnen 

05.09.26 - Tag 24
Kaniów  -  Tranów = 144 km

Die Nacht war ruhig, der Morgenspaziergang sehr kurz,  weil man das ganze Gebiet  am See abgesperrt  hatte.

Weiter ging die Fahrt Richtung Süden.  Mitunter war es sehr windig. Gleich zu Anfang eine größere  Stadt, Kielce.   Dort gibt es sogar eine Grünewalder Straße, dann kommen Heimatgefühle auf.

Danach, wie gewohnt viel Landschaft,  unterbrochen von kleinen Dörfern.

Gesperrte   Bundesstraße,  somit  nicht einspurig befahrbar, wie das Navi meinte….. Wir sind der Umleitung gefolgt und irgendwann waren wir wieder auf der richtigen Route.   

Der ausgesuchte Campingplatz liegt mitten in der Stadt, bei einem Hotel und teilt sich die Campingfläche mit Bungalows. 

Ich war eben noch mal bei Lidl ein paar Zloty ausgegeben. Wir werden morgen nochmals tanken und bar zahlen…. Dennoch werden bestimmt  Zloty übrigbleiben. 

Auf dem Weg zu Lidl sind wir durch einen schönen Park  spaziert. 

Wir haben uns entschieden, nun Richtung Slowakei zu fahren…. Da muss man nicht umtauschen, sondern man kann mit Euro bezahlen

 

Camping 202

Wir zahlen für 1 Nacht  für Personen/Wohnmobil/1Hund/ Strom, Wifi = 165 Zloty (38 €) unser bisher teuerster Platz. 

06.09.26 - Tag 25
Tranów -  Tylicz   = 111 km

Ich vermutete eine Etappe mit ganz viel Landschaft, hinein in die Berge. ….. Das sah am Anfang auch danach aus, es ging hoch und runter, schmale Straße, als ein Reh über die Straße sprang. Ein ca. 1 jähriges Böckchen mit kleinen Geweih-Ansätzen. Gut, dass wir langsam waren. Danach  fuhren wir von Örtchen zu Örtchen, die Gegend erinnerte mich ans Allgäu, eine Hochebene mit Bergen im Hintergrund. Dabei waren wir max. bei 760 Höhenmetern. Wir näherten uns dem ausgesuchten Stellplatz,  immer mehr Reklame für die dort befindlichen Lifte am Straßenrand. Als wir dort ankamen, war es voll, die Lifte  waren in Betrieb,  jetzt im Spätsommer? Aha, dort konnte man sein Mountainbike mit hinauf nehmen, um dann die Berge runter zu brettern.  

Der Platz,  der der Stellplatz  sein sollte, war mit PKW zugeparkt. Ganz hinten stand 1 Wohnmobil, die V/E  und Strom, wie angekündigt, sahen wir ebenfalls nicht. 

Nichts wie weg da, in dem Trubel hätten wir uns sowieso nicht wohlfühlt,  …. 1x durch den Ort,  auch hier war es sehr voll. Dann eine Straßensperrung auf dem Weg zum nächsten Stellplatz,  also noch zurück durch den Ort und im Bogen über eine andere Straße  dorthin.

Man sieht Schneekanonen auf dem Hang….. aber hier ist es wunderbar ruhig,  weil die Lifte nicht für “Sommervergnügen” in Betrieb sind. Nur noch wenige Kilometer und wir sind an der Grenze. 

 

Heute  hat Eni Geburtstag und wird noch mehr verwöhnt als sonst.

 

Stellplatz , Strom inklusive,  Mülltonne  =  40 Zloty (oder 10 €)

07.09.26 - Tag 26
Tylicz  - Tatranská Lomnica = 111 km

Heute dicke Wolken und kühle Luft,  die Otter im Teich kommen wohl auch nur bei Sonnenschein hervor. Der Wald sieht schon richtig herbstlich aus. 

Gefahren sind wir fast ausschließlich  durch unbekanntes Terrain. Viele Sonnenblumenfelder und Kiefernwälder. Ein Vorgeschmack auf Polen?

Je weiter wir uns ostwärts bewegen, desto grüner ist es. Klar, man sieht auch hier, dass der Sommer sehr trocken war, aber längst nicht so extrem wie im Westen. Hier ist selbst das Gras am Straßenrand meist grün.

Viele kleine Orte, je ländlicher gelegen, je trister sah es oft aus, viel Leerstand und Verfall. 

Da wirkten die Städte gleich viel schöner und aufgeräumter.

In Tangermünde waren wir einkaufen, danach ging es über die Elbe hinein ins Havelland .

In Rathenow, unserem Etappenziel,  ist ein kleiner Stellplatz innerorts zwischen Schule und Stadtkanal, an dem wir schon einen schönen Spaziergang gemacht haben…. Mittlerweile hat es auch kurz mal geregnet…. Draußen sitzen muss bei 18° nicht sein, außerdem steht nun noch jemand recht nah neben uns .

 

Stellplatz  für  6 Wohnmobile 

0 €/24 Std, Strom 0,70 €/1kw, V/E, free WifiBrrrrr….. die Nacht war kalt.  Heute früh  nur 0.5° und drinnen 14,5° , trotz Heizlüfter…. Wir hatten abends vergessen, dass  vorne im Auto ein Fenster nicht ganz geschlossen war. Unsere neuen kuscheligen Bettdecken  haben uns aber schön warm gehalten. Als ich kurz vor 6:00 wach wurde und auf war, habe ich zusätzlich Dieselheizung angemacht.

Der Morgenspaziergang ging ein Stück den Berg hoch, gucken wo er Skilift ist.

Heute wollte ich noch weiter rein in die Berge,  ins Tatra-Gebirge,  welches zu ⅓ in Polen und  ⅔  in der Slowakei liegt.

Zuerst aber tanken  und noch ein bisschen einkaufen,  bis auf 5 Zloty haben wir alles ausgegeben.

Es waren vielleicht  20 Kilometer und wir waren in der Slowakei. Die Straßenverhältnisse sind gut, bald schon hatten wir erste Ausblicke auf die Gipfel der Tantra. Die Wohnhäuser wirken ärmlich, es mangelt an neuen Anstrichen usw.

 

Vom  Stellplatz aus hat man einen fantastischen Ausblick,  das war es dann aber auch schon. 

Die Verständigung im Hotel klappte nur mittels Übersetzungsprogramm.  Der junge Mann telefonierte mehrfach, anscheinend kommt abends jemand zum Kassieren vorbei. Wir sollten uns hinstellen. 

Wifi funktioniert nicht. Die Sanitärräume sind die reinste  Katastrophe …. Alt und heruntergekommen, sauber würde ich das auch nicht nennen. 

Und für all das wollen sie richtig Geld haben (wir rechnen mit 30 - 40 €, da die Preise in der App meist nicht die aktuellsten sind). Aber andere Campingplätze hier in der Gegend  sind genauso, wenn nicht sogar noch teurer. 

Wir gönnen uns das heute einfach und sind froh, unser kleines Badezimmerchen an Bord zu haben. 

Noch stehen wir alleine hier, aber zum Abend hin kamen noch ein paar Camper dazu.

 

Es kam niemand zum Kassieren vorbei.

08.09.26 - Tag 27
Tatranská Lomnica - Bešeňová    = 91 km

 Bergauf und bergab durch schöne Landschaften, ein paar kleine Städtchen und eine größere. 

Der heutige Stellplatz  ist das krasse Gegenteil zu gestern. Klein und fein. Alles noch recht neu und sehr modern gestaltet,  sehr sauber.

Auch hier sind wir erstmal allein… Wifi scheint abgestellt zu sein, der Pool ist abgedeckt.  

Heute war es tatsächlich richtig heiß, knapp 30°. Da bot die Markise, so wie wir standen, nicht genügend Schatten.  Somit hat Schatzi den Roadrunner nochmals umgeparkt. 

 

Liptov Camping Bešeňová

Stellplatz für 13 Wohnmobile,  Strom,  V/E, Spüle, Duschen,  Toiletten,  Pool, Terrasse,  Spielplatz,  Wifi 

Appartements

 

20€ + 5€ Person + 2€ KT = 34€

09.09.26 - Tag 28
Bešeňová  -  Revištské Podzámčie   =  130 km

Morgens ein früher Spaziergang durchs Dorf. 

Auf der Fahrt viel Landschaft,  zwischendurch größere und kleinere Städte,  viele Kilometer  durchs Tal entlang einem Flusslauf , die Berge wurden niedriger,  das Tal weiter.

Gemessen an Polen ist hier in der Slowakei viel mehr Verkehr und es scheint weniger Schleichwege zu geben. Wir sind die gesamte Etappe über nur 3 Bundesstraßen sowie An-und Abfahrt zu diesen gefahren.

Als wir beim Campingplatz ankamen, war niemand da, wir haben überall geklopft, sind dann, weil dich die Schranke öffnen ließ, auf den Platz gefahren. Später kam eine Frau vorbei und ich war mit zur Rezeption, um uns anzumelden und zu zahlen. 

 

Der Campingplatz ist ein Relikt aus vergangener Zeit,  hat in seiner Gestaltung jedoch durchaus  Charme. 

Bei der Rezeption  gibt es halbwegs  annehmbare Toiletten,  Duschen und eine kleine Küche, draußen Sitzmöglichkeiten rund um Feuerstellen, Mülltonnen. 

Es gibt sogar eine kleine Pool-Anlage und angeblich auch Wifi (abgeschaltet?)

Wir waren und blieben die einzigen Gäste. 

Es wurde nochmal sehr warm und wir haben den ganzen Nachmittag  in der Sonne gechillt. Wir sind ein bisschen auf dem Platz  und am Fluss  spazieren gewesen und haben später unser Abendessen tatsächlich draußen gebrutzelt (das 1. Mal auf dieser Tour). Dafür haben wir extra früher angefangen zu kochen, damit es nicht währenddessen wieder dunkel und kühl wird.

 

Keine Schwarz-/Grauwasser-Entsorgung 

 

Camping Revištské 

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1Hund/ Strom, =  32€ 

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