19.09.23 
Marktleuthen – Rödental = 108 km

Bei starker Bewölkung fuhren wir Richtung Nordwest. Es klarte aber zunehmend auf.

Durch Oberfranken, vorbei an Bayreuth bis Neustadt/Coburg.

Der Platz sagte uns nicht so zu, war schräg und auf den für Wohnmobile ausgeschilderten Plätzen war kein Empfang. 

 

Wir beschlossen  noch ein Stück weiter zu fahren bis nach Rödental.   

Das angeblich nahe gelegene Schloss  war dann, für uns, doch recht weit weg.... 
den Berg hoch bin ich dann alleine gekraxelt, habe eine  Runde ums Schloss gedreht,
 ein paar Fotos gemacht und bin dann mit Schatzi, der unterhalb vom Schloss spazieren war, wieder zurück  gegangen.


Die gefühlten 10 km waren in Wirklichkeit wohl eher 2,5 km. 

Wir waren danach auf jeden Fall  müde und sind danach zum gemütlichen Teil des Tages übergegangen. 

 

Rödental 

Stellplatz  für 36 Wohnmobile  

10€ / Nacht, V/S + 

Strom 2kw/1€ 

20.09.23 
Rödental – Maßbach = 74 km 

Heute lacht die Sonne wieder vom Himmel herunter.  

Wir fuhren abwechselnd durch Felder,  Wälder und kleine Orte bis nach Maßbach in Unterfranken. 

Kurz vorm Ziel wurde eine Straßensperrung angekündigt. 
Wir haben gewendet und sind der Umleitung gefolgt, um dann festzustellen,  
dass sich der Stellplatz aus der jetzigen Richtung kommend, genau hinter dem abgesperrten Bereich befindet. 
Um dorthin zu gelangen, mussten wir durch ganz enge Ecken,  um die gesperrte Straße drumrum.  

Hätten wir anfangs nicht gewendet, wären wir prima zum Stellplatz  gelangt.   

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.  

Einen Spaziergang  zum Schloss/Theater  haben wir auch schon gemacht. 

Das war zwar näher dran wie gestern, aber nicht unbedingt weniger steil.  

 

….. und abends waren wir in den Theater-Stuben, schräg gegenüber, lecker Schnitzel essen, 

mit Getränken ( alkoholfreies Weizenbier, Weißwein) knapp 36 €

 

Maßbach  

Stellplatz für 8 Wohnmobile  

0€ / Nacht, V/S + 

Strom 1kw/0 50€ 

21.09.23 
Maßbach – Burgsinn = 87 km

Ausschlafen, aber nicht Frühstücken, denn wir waren immer noch satt vom Abend. 
Somit entfiel auch das Brötchen aufbacken ….. 
frische Brötchen, Obst Wurst usw haben wir unterwegs noch eingekauft. 

Weiter nach Westen, führte die heutige Etappe,  in den Main-Spessart-Kreis.  

Außer Schweinfurt  und Gmünden a. Main, verlief die Strecke  durch ländliche Gebiete. 

 Das Wetter zeigte sich stark bewölkt gemischt mit etwas  Wolkeninkontinenz.    

Halt machen wir heute in Burgsinn. 

Ab morgen geht es dann nördlich Richtung Heimat. 1-2 Stopps machen wir aber noch. 

 Wir sind zur Wasserburg spaziert.
Leider mehr oder weniger eine Ruine,  die dem Verfall preisgegeben ist und an die man nicht wirklich heran kam. 

Zur Belohnung  gab es auf dem Rückweg durchs Städtchen noch ein Eis.  

 

Burgsinn  

 Stellplatz für 5 Wohnmobile  

0€ / Nacht, V/S + 

Strom 1kw/0 50€ 

22.09.23 
Burgsinn – Altenstadt = 75 km

Der Herbst lässt sich nun nicht mehr leugnen.  

Viel Regen in der Nacht, heute bewölkt, ein wenig Morgennebel  
und auch die Bäume fangen an sich leicht zu verfärben.

Die Scheiben sind so was von dreckig, es wird zunehmend schwieriger halbwegs vernünftige Fotos zu machen. 
Die Kombination aus Dreck und Geschwindigkeit wachen es der Cam schwer scharf zu stellen.   

Wir fuhren durch den Spessart  bis nach Altenstadt. 

Zuerst war es sehr ländlich  und danach durchfuhren wir lauter kleine Städte.   

Der Stellplatz  liegt neben den Gleisen  in Altenstadt . 

Es sollen nur wenige Züge fahren und nachts soll es ruhig sein.  

 

Stellplatz für 3 Wohnmobile  

0€ / Nacht, Wasser + 

Strom 1kw/0 50€ 

Keine Entsorgung,  keine Mülltonne (nur Papierkörbe) 

23.09.23 
Altenstadt -  Dietzhölztal = 109 km

Gestern Abend zog ein Gewitter mit kräftigem Regen  über uns hinweg. 
Die Nacht war dann wieder trocken und ruhig, es fuhren keine Züge.  

Wir waren im Ort  Brötchen holen  und haben so schon für etwas Bewegung gesorgt.   

Heute gab es anfangs noch mal viel Gegend zum gucken,  später gemischt mit kleinen Städtchen.  

Wir fuhren durch den Taunus ins Lahn-Dill-Bergland bis nach Dietzhölztal. 

In Ehringhausen waren wie noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen,  
damit wir auch morgen, wenn wir nach Hause kommen, was zu essen haben.  

 

Der Stellplatz liegt zwischen einem kleinem Anglersee und  
einer Straße,  die aber nachts ruhig sein soll.   

Die Stellplatz- und Seeumrundung liegt mittlerweile hinter uns. 

Es ist mal mehr, mal weniger bewölkt  und es weht ein frisches Lüftchen.  
Draußen sitzen ist uns, wie schon die letzten beiden Tage, zu kühl. 

Dann machen wir es uns halt drinnen gemütlich.  

 

Dietzhölztal 

Stellplatz am Hammerweiher 

für 6 Wohnmobile  

5€ / Nacht, V/E, 

Strom 2kw/1€ 

leider auch hier nur Papierkörbe  

24.09.23 
Dietzhölztal – Solingen = 140 km 

Altweibersommer, der Morgennebel weicht einem schönen Tag. 

Wir fuhren durchs  Sauerland und Bergische Land nach Hause....  

 

Ein wenig Wehmut ist mit dabei... der Urlaub ist zu Ende. 

 Fazit

Polen, Pommern -  die Idee dazu kam uns, als unsre Dina noch lebte. 

Die Natur dort ist großartig. Kilometer um Kilometer fuhren wir durch Kiefernwälder. Die schienen kein Ende nehmen zu wollen. 
Später mischten sich Birken und andere Laubbäume darunter. Zur Abwechslung gab es riesige Felder und winzige Dörfer.

Oft waren wir mutterseelenallein auf den Straßen.  Städte haben wir größtenteils umfahren. 
In der Nähe der Städte nahm der Verkehr natürlich zu, je näher dran, je mehr PKW und LKW waren auf den Straßen.

 

Die Ostsee Küste war traumhaft, jetzt zum Herbstanfang fast leer und das bei 29°….., 
bei weitem nicht so überfüllt,  wie die deutsche Ostseeküste es selbst  in der Nachsaison immer noch ist.  

Im Landesinnere gibt es unendlich viele Seen, oft umgeben von Wäldern. Glasklar und jetzt im September angenehm warm. 

Die Strände an der Küste und die Freibäder an den Seen sind für jedermann kostenlos nutzbar. 
Hunde dürfen zwar oft, laut Beschilderung, nicht an den Strand, daran hält sich aber kaum einer. 
Es scheint, wie auch uns, keinen wirklich zu stöeren, denn es war einfach genug Platz für alle da. 

  

Wir hatten mit schlechten Straßen gerechnet und wurden größtenteils positiv überrascht. 
Die Bundesstraßen waren meist in sehr guten Zustand, wenn auch oft schmal mit nur 1 Spur je Richtung.  
Die meisten Nebenstraßen waren ebenfalls recht gut, nur je weiter abseits die Straßen waren, je schlechter wurden sie dann. 
Im Prinzip auch ähnlich wie bei uns.

In einem Nationalpark sind wir über 4 Kilometer wirklich sehr schlechte Wegstrecke gefahren. 
Diese wurde kurz vorher angekündigt. Vor und nach diesem Abschnitt war die Straße schon erneuert oder zumindest geflickt worden.
In kleinen Orten war meist Kopfsteinpflaster verlegt. So vermindert fast jeder freiwillig die Geschwindigkeit.

 

Campingplätze: hier haben von vorneherein mit einen einfachen Standard gerechnet. 
Das traf dann auch zu. Rustikal und in die Jahre gekommen, beschreibt es wohl am besten. 

Meist sind die sanitären Anlagen sehr einfach. Bei den Duschen gibt es oft lediglich Vorhänge, keine Türen/ einzelne Kabinen. 
Erstaunlicherweise gab es fast überall kostenloses Warmwasser. Und es war mit einer Ausnahme sehr sauber. 

 

Stellplätze gibt es in Polen fast gar keine und die wenigen die ich mir in der Park4nigth-App angeschaut habe, 
waren oftmals teurer wie Campingplätze, hatten manchmal weder Strom noch Entsorgungsmöglichkeiten, und kamen deshalb für uns gar nicht in Frage. 

Wir haben 2 Stellplätze abgefahren, die alles gehabt hatten, die sogar kostenlos sein sollten. 
Diese waren  vom Tourismusverband gefördert, leider waren die schon geschlossen und schienen nur in den polnischen Sommerferien geöffnet zu haben.

 

Preislich gesehen lagen unsere Übernachtungskosten (mit einer Ausnahme von ca 45€  und 1x mit nur 5€) bei  umgerechnet 16 -23 € in der Nachsaison. 

Da hatten wir eigentlich mit weniger gerechnet, weil man immer wieder liest, dass Polen ein sehr günstiges Reiseland wäre. 
Verglichen mit Nordfrankreich, ist Polen was Stellplätze/Campingplätze angeht, teurer und vom Standard her viel einfacher.

 

Lebensmittel sind aber etwas günstiger. Wurst und Süßes (Kuchen, Kekse) haben uns dort sehr gut geschmeckt. 
Vermisst haben wir Kaffeepads und (Aufback)Brötchen, das war nicht zu bekommen. 

Dafür gab es dann Brot und Filterkaffee. 

 

Günstiger war auch das Tanken. Der Diesel kostete  umgerechnet zwischen 1,38-1,69 € je Liter.

 

Womit wir uns aber sehr schwer getan haben, war die Sprache. 
Diese Kombinationen von Umlauten war für uns nicht aussprechbar. Und so blieb es beim Gruß „Dobre“.   

Die Menschen in Polen waren freundlich und hilfsbereit. 

 

Ab und zu verstanden jüngere Leute ein wenig Englisch. Mit Deutsch kam man fast gar nicht weiter. 
Mit Ausnahme vom letzten Campingplatz auf dem wir in Polen nächtigten. 
Der Betreiber sprach uns gleich mit gutem Deutsch an, pries Campingplatz und Restaurant an. 
Dieser Campingplatz hatte auch einen Standart, der mit einfachen deutschen Campingplätzen mithalten konnte. 

 

 Gesucht hatten wir Ruhe und viel Natur, und genau das haben wir gefunden. 
Uns hat die Zeit in Polen gut gefallen. Unsere Dina hätte es auch gefallen.
….. wie schön wäre es gewesen, mit ihr dort spazieren zu gehen.  
Mit Hund wäre der Urlaub einfach noch einen Tick schöner gewesen. 

 

Da wir immer nur kleine Abschnitte pro Tag fahren, haben  wir 6 Tage bis nach Polen gebraucht, 

und für den Rückweg hatten wir sogar 10 Tage Zeit. 
Diese haben wir genutzt, um einen Schlenker nahe dem Grenzgebiet durch den noch unbekannten 
Osten Deutschlands bis hin nach Bayern zu machen. 
Dieser Abschnitt fehlte uns vor 3 Jahren, wo wir unsere Deutschland-Umrundungs-Tour, wegen einer Panne abbrechen mussten. 

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