10.09.20
Aarbergen - Solingen – Werkstatt – Solingen – Castrop-Rauxel = 286 km
Es waren noch 175 km bis zuhause.
Auspacken (Lebensmittel + Elektronik), dann mit den Womo zur Werkstatt.
Der Meister roch nur kurz am Auto und sagte, das ist nicht die Kupplung, das riecht nach Batteriesäure.
Das bestätigte das, was Micha seit den auspacken auch schon vermutete.
Denn die Bordbatterie war heiß, was ihn doch sehr verwunderte.
Anscheinend war innen in der Batterie was geplatzt und die Flüssigkeiten liefen ineinander, was dann diesen Geruch macht.
Er hat die Kupplung ebenfalls gescheckt, da scheint nichts dran kaputt zu sein…..
Sie machte ja auch beim Fahren keine Probleme, es war halt nur dieser penetranten Geruch.
Schnell wurde eine passende Batterie bestellt und wir konnten den Roadrunner 3 Stunden später wieder abholen.
Zwischenzeitlich haben wir schnell etwas eingekauft und eine Maschine Wäsche gewaschen,
ausgiebig geduscht usw….. Dann war es Zeit wieder zur Werkstatt zu fahren.
250 € - das hört sich dann doch schon besser an wie bei der Kupplung 700-800 €.
Sind wir jetzt die knapp 600 km umsonst gefahren? Vielleicht!
Aber wir lassen uns den Urlaub nicht vermiesen…… dann fahren wir nun eben anders herum um Deutschland…..
Erst mal Richtung Norden und dann Richtung Osten….. Später dann vielleicht wieder in den Süden…… mal sehen wie weit wir kommen.
Unser heutiges Ziel war, Autobahn bis hinters Ruhrgebiet…..
Wir sind an der Lohburg bei Castrop-Rauxel , auf einem Stellplatz
10 + 3€
Ab morgen wird dann wieder Landstraße gefahren – das gefällt uns einfach besser wie Autobahn.
11.09.20
Castrop-Rauxel – Bramsche = 154 km
Durchs Münsterland bis an den westlichen Rand vom Teutoburger Wald.
Eine Gegend, die wir von früheren Fahrten schon recht gut kennen. Deshalb habe ich kaum Fotos gemacht.
Den ersten Platz den wir anfuhren, lag weit ab von allem bei einem Gasthof, keiner da,
deshalb fuhren wir als nächstes einen Stellplatz an einem Campingplatz an.
Schräger Untergrund, Spazierengehen war eigentlich nur längst der Straße möglich, allerdings Wiese, über die sich Dina freute……
aber auch hier weit und breit nichts….. Außer vorm Womo sitzen, konnte man da auch wieder nichts machen….
Weiter zum nächsten Platz bei einem Campinggeschäft.
Leider Schotter Untergrund…. Ich brauchte aber langsam mal eine Pause (Aua-Rücken)
und von hier aus kommt man wenigstens zum spazieren gehen in den Wald.
...... und abends gab es lecker Hähnchenschenkel mit Paprika und Kartoffeln aus dem Omnia
2€ Strom
12.09.20
Bramsche – Ganderkesee(Falkensteinsee) – Delmenhorst = 148 km
Sollen wir oder sollen wir nicht …. beim Treffen unserer Bürstner T500-T620 Facebook-Gruppe vorbeifahren?
Ca hundert Kilometer entfernt, …. geplant war es ja ganz anders,
aber nun wo es quasi an der Strecke Richtung Norden liegt,
haben wir einen Abstecher dorthin gemacht.
Um dort hin zukommen, fuhren wir vor bei an der Freiheitsstatue in den "wilden Westen" Deutschlands
Geparkt haben wir vor dem Campingplatz und sind einfach mal drüber geschlendert,
haben alte Bekannte getroffen und geklönt.
Es war schön und eine nette Abwechslung.
Wir hätten sogar bleiben können, weil in der Reihe noch ein Platz frei war….. Aber es zog uns weiter.
Momentan brauchen wir so viele Menschen um uns drum rum noch nicht.
Wenn man dazwischen steht muss man auch mit machen…… vielleicht beim nächsten Treffen wieder.
Wir sind dann noch weiter bis nach Delmenhorst.
Im angrenzenden Park haben wir abends noch einen langen Spaziergang gemacht.
4€ Strom
13.09.20
Delmenhorst – Asendorf – Gifhorn = 215 km
Ganz spontan folgten wir heute Morgen einer Einladung und fuhren nach Asendorf,
um die Leiterin der J5-Gruppe kennenzulernen.
Wir haben uns gut unterhalten und als wir kurz vor Mittag wieder weiter fuhren,
hatten wir unseren sowieso nur grob abgesteckten Streckenplan aufs Neue umgeworfen.
Statt weiter zur Fähre nach Wischhafen zu fahren (wo derzeit viel und lange Stau sein soll),
haben wir die Nordseeküste erst mal gestrichen und sind in die Südheide bis kurz vor Celle gefahren.
Wir haben Pause gemacht, waren ein bisschen spazieren und haben uns in er APP einen Stellplatz bei Celle ausgeguckt = voll…..
Von da aus ging es im Zickzack weiter: 2x Nienhagen = voll,
Langlingen = keine Ver/ Entsorgung, dazwischen noch ein kleiner Campingplatz, wo kein Stromanschluss mehr frei zu sein schien…..
Und letztendlich Gifhorn, wo wir noch den letzten Stromanschluss bekamen.
Somit sind wir heute viel mehr gefahren, wie geplant.
Müde sind wir nun und froh für heute angekommen zu sein.
5+2€
14.09.20
Gifhorn – Wittenberge – Grabow = 212 km
Um 7:15 wurden wir durch klopfen geweckt.
Und wir wurden freundlich aber bestimmend vom Geschäftsführer des angrenzenden Bades aufgefordert ,
den Platz innerhalb einer Stunde zu verlassen, da wir auf der Wiese und nicht auf dem Stellplatz ständen.
Da gestern, als wir an kamen, schon 3 Womos dort standen, habe nach das für einen Ausweichplatz gehalten.
Bezahlt hatten wir alle, die anderen waren dann auch ruck zuck weg, wir haben erst mal gemütlich gefrühstückt.
Unser Ticket war bis 18:00 gültig. Ein Besuch des Bades oder im Windmühlen-Museum, oder einkaufen/ Stadtbummel fallen natürlich nun aus.
Denn wer uns nicht will, bekommt auch nicht unser Geld. Das können wir auch in einer anderen Stadt ausgeben.
Somit waren wir um 9:00 schon wieder auf der Straße.
Ganz viel Landschaft, die Straße und WIR.
Unser Weg führte über Salzwedel nach Wittenberge an der Elbe.
Leider waren die schönen Stellplätze am Fährhaus schon voll.
Tiefer gelegen, auf einem schattenlosen, staubigen Schotterplatz, war noch viel frei.
Aber so ganz ohne Aussicht wollte ich/wir da auch nicht stehen.
Schließlich will man, wenn vorhanden, von der schönen Landschaft auch was sehen.
Beim Fährhaus selbst schien zudem auch alles geschlossen zu sein.
Wir haben dann auch nicht mehr näher nachgeschaut und entschieden uns noch ein Stück weiter zu fahren.
Wir stehen nun in Grabow am Kanal.
Leider sind die Sanitäranlagen hier Corona bedingt immer noch geschlossen. Jedes Bundesland handhabt das halt anders.
Nachmittags sind wir am Kanal und im kleinen Städtchen spazieren gewesen.
Schöne alte Häuser stehen häufig neben verfallen gelassenen Häusern, . (fotografiert habe ich natürlich nur die Schönen)
Es war schon fast gespenstig leer.
Montag ist Ruhetag ? Es war gegen 17:00 und nichts hatte geöffnet.
2 Lokale schienen auf zu haben, trotz schönem Wetter keinerlei Außengastronomie.
Beide Eiscafés hatten gleichzeitig zu und ansonsten nur stundenweise.
Viele der kleinen Läden sahen aber auch gänzlich geschlossen aus. Pleite gegangen wegen Corona ?
Alles wirkte wie ausgestorben - SCHADE !
Erst gegen 18:30 wurde der Verkehr auf den Straßen ein wenig mehr, die Anwohner schienen von der Arbeit nach Hause zu kommen.
Da wundert es einen schon, das so ein kleines verlassenes Städtchen gleich 2 Stellplätze zu bieten hat,
wo es doch eigentlich fast nichts drum rum anbietet.
Ach ja, kaum sind wir im Osten, gibt es über Dvbt auch keinen Fernsehempfang mehr.
5+2€
15.09.20
Grabow – Schwerin = 63 km
Als wir heute morgen im Städtchen Brötchen holen waren, war dort ein kleiner Wochenmarkt.
Und schon wirkte Grabow nicht mehr ganz so verlassen wie gestern.
Heute hatten wir nur ein kurzes Stück Fahrt vor uns, bis nach Schwerin…..
Durch die Stadt, vorbei am Schloss, natürlich mit total dreckiger Frontscheibe. Ich hoffe die Fotos sind dennoch halbwegs brauchbar.
Menschenmassen tummelten sich vor dem Schloss und auch auf den Ausflugsbooten…
(das kommt auf den Fotos nicht so voll rüber, wie ich es empfunden habe)
ganz so als würde es Corona nicht geben…..
Für uns wäre das jetzt nichts, und für Dina sowieso nicht.
Wir stehen an der Marina Nord und werden da ein wenig spazieren gehen,
Seeluft schnuppern und Schiffchen gucken.
Mit Strom 14€ + 1€ je Person + je 1,50€ Duschmarke (3min) =19€
Nicht gerade günstig für das was geboten wurde.
Der Platz ist nicht schlecht, aber Zugang zum Wasser hat man nicht, nur zu den Holzstegen an denen die Boote liegen .
Wir hatten keinen Seeblick, sondern standen an der Hecke.
Und am Rand davon stapelte sich altes verfaultes Holz, ein vergammelter Bootstrailer etc. Auf Dauer kein schöner Anblick.
Abends wurde es richtig voll und man stand dicht an dicht.
20x 16€:…… kein schlechter Verdienst pro Tag.
Denn für die Wohnmobil Touristen wird nicht viel getan.
Abends habe ich mich blöd verdreht…… und nun schmerzt wieder mein Rücken.
Ich habe sehr schlecht geschlafen.
Morgens sah Micha dann auch noch Mäuse oder Ratten durch das Gammelholz rennen.
16.09.20
Schwerin – Bad Segeberg = 235 km
Das hatten wie auch kürzer haben können!
Ja eigentlich…. Wollten wir ja auch wo ganz anders hin….
Gestartet sind wir nach Boiensdorf/ Ostsee.
Auf dem Platz waren wir letztes Jahr und es hatte uns dort gut gefallen.
Das lag zwar nicht auf der geplanten Route, aber irgendwie hatte ich heute Lust auf Meer.
Bei der Zufahrt zum Stellplatz konnte ich 1x kurz das Meer sehen.
Bei der Einfahrt angekommen, war nun eine Schranke dort, und man sagte uns,
wenn wir nicht reserviert hätten, müssten wir warten, bis/ob die, die reserviert haben angekommen sind
und dann könnte man sehen ob oder was noch frei ist. Das könnte aber auch 3-4 Stunden dauern.
HALLO??????
Wo bleibt denn da die Spontanität?
Ach nö…. Dann fahren wir halt weiter.
Plötzlich änderte sich das Wetter und es wurde richtig neblig, vom Meer konnte man nichts mehr sehen.
Wir fuhren Richtung Rerik. Wurden vom Navi hinten rum am Platz vorbei geleitet und mussten durch eine kleine schmale Straße fahren, die von einem Postauto zu geparkt wurde.
Er wollte nicht um uns drum rum fahren, obwohl es für ihn einfacher gewesen wäre ,wie für uns.
Eine Anwohnerin regte sich über all die Wohnmobile auf, die in ihrer Straße nichts zu suchen hätten usw.
Sie schnauzte uns regelrecht an.
Das was wir von den Platz, bei der Suche nach der Zufahrt, gesehen hatten und das Wissen darum,
dass er zu den teureren Stellplätzen gehörte und man zusätzlich auch noch eine saftige Kurtaxe kassiert…..
das Meer noch weit entfernt war…., und immer wieder verfallene Gebäude drum rum …..
Es kam einfach so vieles zusammen.
Jeder verdient eine 2. Chance – schon letztes Jahr waren wir sehr enttäuscht vom Osten Deutschlands
und nun das gleiche schon wieder, ….. viel Geld haben wollen, für was ?
Dazu Kurtaxe, aber den Eindruck hinterlassen, als das man die Touristen zwar duldet, an ihnen verdienen will,
aber Arbeit machen oder gar Ansprüche stellen, sollte er besser nicht.
Am liebsten wäre denen bestimmt wir würden zu Hause bleiben und ihnen nur unser Geld schicken.
Uns reichte es. Nichts wie weg da….
Unserer ganzen Pläne schmissen wir über den Haufen und traten die Flucht Richtung Westen an.
Über Lübeck nach Reinfeld, der Platz war voll. In Bad Oldesloe war ab morgen früh 8:00 gesperrt.
Dann besser noch was weiter bis nach Bad Segeberg.
Und das alles mit Rückenschmerzen. Gut dass wir Schmerztabletten dabei habe….
Ich war dann froh über einen Spaziergang und die verspannten Muskeln ein wenig zu lockern…..
9 +2€ für Strom, der aber nicht stark genug ist,
um die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher damit anschmeißen zu können
Ich hoffe morgen mal ein bisschen mehr vom Meer zu sehen wie heute.





















