08.07.26 - Tag 15
Reinfeld - Scharnebeck = 87 km
Etwas Sonnenschein am Morgen, und schon sieht die Welt viel fröhlicher aus.
Richtung Heimat wurde gestern schon eingeschlagen und heute ganz gemütlich fortgesetzt. Bei Lauenburg überquerten wir die Elbe und fuhren dann weiter zum Schiffshebewerk nach Scharnebeck am Rand der Lüneburger Heide. Vom Stellplatz liegt dieses nur ein paar Schritte entfernt, ebenso Aldi, wo Schatzi uns Eis besorgte.
Denn mittlerweile war der Himmel fast komplett blau und uns stand der Sinn nach einer Erfrischung.
Ich war dann nachmittags mit Eni beim Schiffshebewerk, ihre Angst ließ es aber nicht zu, dass ich näher heran ging, als es in Betrieb war. Zu viele Zuschauer und vor allem fremde laute Geräusche, die sie extrem ängstigen. Aber ich war mit ihr die lange Treppe hoch zur Plattform am Oberhafen.
Stellplatz für 15 Wohnmobile
10 €/24 Std, 8x Strom 1 €/8 Std, V/E, Mülltonnen
09.07.26 - Tag 16
Scharnebeck - Unterlüß - Hankensbüttel = 91 km
Warm oder kühl, das Wetter scheint heute unentschlossen. Auf alle Fälle ist es erstmal bedeckt.
Wir fuhren durch Lüneburg und danach Wiesen, Felder und Heidewälder…. kleine Heidedörfer, bis nach Unterlüß in der Südheide.
Wir hatten schon alles angeschlossen, ich war gerade mit Eni zum Spaziergang aufgebrochen …. BUMM …. Ganz in der Nähe, laut, wie ein Kanonengeschoss … Eni war vor Angst kaum zu halten…. Nichts wie zurück und rein in den Roadrunner sich verstecken….. Kurz darauf, diesmal aber weiter entfernt, noch ein Geschossknall.
Merke: Südheide = Manövergebiet, somit besser nicht im Sommer mit Angsthund dorthin.
Wir entschieden uns, wieder aus dem Heidegebiet herauszufahren, und zwar nach Hankensbüttel.
Der Stellplatz liegt in der Nähe vom Otterzentrum, Spielplatz, Kneippbecken und Sportgeräte gleich angrenzend. Weiterer Spielplatz, Wald Freibad und ein See in der Nähe.
Bei unserem Spaziergang entdeckten wir Yaks und Wasserbüffel ?
Leider gab es hier den nächsten schmerzhaften Schreck für Eni, sie bekam am Zaun einen Stromschlag .
Stellplatz für 5 Wohnmobile
10 €/24 Std, Strom 0,5 €/1kw, V/E, Mülltonnen
10.07.26 - Tag 17
Hankensbüttel - Bad Salzdetfurth = 119 km
Die Sonne scheint, die nächste Hitzewelle ist im Kommen, aber für uns geht es weiter zurück.
Während der Fahrt viel Natur und kleine Orte, es ging dem Weserbergland entgegen.
2 Kilometer vorm Ziel Bad Salzdetfurth, Straßensperrung mit einer Umleitung von ca 16 Kilometern = kreisen wir’s ein 🤔
Der Stellplatz liegt in der hintersten Reihe vom Parkplatz beim Solebad, gleich neben einem schönen Park.
Stellplatz für 10 Wohnmobile
10 €/24 Std, Strom 1 €/6 Std, V/E, Mülltonnen
11.07.26 - Tag 18
Bad Salzdetfurth - Bellersen = 90 km
Wir kurvten bergauf und bergab durchs Weserbergland und weiter in den Teutoburger Wald. Viel Natur, teilweise mit Weitsicht ,.... kleine Orte. Unsere Fahrt führte uns zuerst zum Stellplatz in Golmbach, dort war der Randplatz mit Wiese und Schatten schon belegt, der Rest lag voll in der Sonne, nicht das Richtige für heute.
Etwas Wiese und Schatten wäre schon wünschenswert. Somit fuhren wir weiter, überquerten bei Höxter die Weser und waren zurück in NRW .
Bei Brakel/ Bellersen fuhren wir den nächsten Stellplatz an.
Wobei Stellplatz hier nicht die richtige Bezeichnung ist, es ist vom Gefühl her schon fast ein Campingplatz (lediglich Sanitärräume fehlen) und nennt sich Wohnmobilhafen.
Die Stellflächen sind sehr geräumig und mit Hecken voneinander getrennt, zwischen je 2 Plätzen befinden sich jeweils Wasser- und Strom-Anschluss .
Um reinfahren zu können, muss man sich erst gegenüber der Straße in einem Haus anmelden, bekommt dann eine Einfahrt-Karte für die Schranke und Schlüssel für die zum ausgewählten Platz gehörige Wasser- und Strom-Säule.
Also besser vorher Platz aussuchen und dann anmelden.
Wer Natur mag und für Hundespaziergänge genau das Richtige. Viel los ist drum rum, sonst nichts.
Land-Idylle pur, mit alten Scheunen, einem altem Backhaus und einer restaurierten Mühle, die sich bezüglich des Wasserrades als Mogelpackung entpuppte . Das Wasserrad wurde per Motor angetrieben, das Wasser lief gar nicht bis an das Rad heran.
Stellplatz für 23 Wohnmobile
12 €/24 Std, Strom + Wasser inkl und an jedem Platz,
V/E, Mülltonnen
12.07.26 - Tag 19
Bellersen - Brilon = 94 km
Unterhalb von Paderborn fuhren wir dem Sauerland entgegen.
Ganz viel Natur, stets freie Sicht voraus und das Gefühl als wären wir alleine unterwegs, kleine teils neu gemachte Straßen und nur ab und zu ein Dörfchen, so verlief unsere Fahrt bis 500 m vor dem Stellplatz in Büren (unserem eigentlichen Ziel), dann Straßensperrung wegen Schützenfest, keine Umleitung. Gleichzeitig verabschiedete sich unser Navi und meinte “Routenberechnung nicht möglich”, sowie sinngemäß “die Haltbarkeit ihrer Speicherkarte ist abgelaufen“ WAS DAS ??????
Ich suchte derweil über park4night nach einem neuen Ziel und gab dieses bei GoogleMaps ein. Schatzi machte am Navi die Speicherkarte raus und wieder rein…. Navi und Speicherkarte waren wieder einsatzfähig.
Also weiter bis nach Brilon zum Stellplatz an der Schützenhalle.
Es ist heiß = der Ausruh-und Abhäng-Modus ist aktiviert.
Stellplatz für 12 + 6 >9m Wohnmobile
12 €/24 Std, Strom 1 €/2kw, V/E, Mülltonnen , Wifi
13.07.26 - Tag 20
Brilon - Werdohl = 81 km
Einmal quer durch den Hochsauerlandkreis bis Werdohl = halbe Strecke bis nach Hause. So richtig heim wollen wir ja noch nicht.
Wir fuhren an Sundern vorbei, wo die Tochter-Familie wohnt. Früher haben wir dort immer einen Besuch eingeschoben, aber die Enkel sind groß, 1 ist schon ausgezogen und die 2 andren sind entweder in der Schule oder arbeiten und die Tochter ist ebenso am arbeiten , der Schwiegersohn schläft da er nachts in der Backstube steht, somit geht ein Besuch nur angekündigt am Wochenende, vielleicht klappt es ja in der Ferienzeit mal.
Nur da ist dann oft am Abend kein Stellplatz mehr zu finden.
Mit unserem kleinen 2sitzer sind je ca 2 Stunden Fahrt für mich die reinste Qual, weil ich so lange dort mit Hund im Fußraum nicht mehr sitzen kann, bleibt also nur das Wohnmobil.
Genug gejammert, heut wird der heiße Nachmittag an der Lenne verbracht. Am Rauschebach wie wir das dort immer nennen. Der Platz wurde neu geschottert, irgendwas haben sie da aber noch vor, denn ab oder am Donnerstag ist dort alles gesperrt.
Der Platz selbst liegt leider in der Sonne, am linken Rand dürfen die Wohnmobile stehen, der Streifen am Fluss ist für Gleitschirmflieger reserviert . Angrenzend ist ein Wasserspielplatz.
Was allerdings nervt, ist das Gepolter der Behelfsbrücke, wenn LKW drüberfahren ….. und es fahren heute viele LKW !
Von der Lautstärke her mindestens so laut wie zuhause, nur dass man hier an der Lenne draussen sitzen kann.
Stellplatz für 8 Wohnmobile
0 €/24 Std, 4x Strom 1 €/2kw, V/E, Mülltonnen
14.07.26 - Tag 21
Werdohl - Wuppertal = 62 km
Die Nacht war schlimm, erst zu heiß um schlafen zu können , da man wegen dem Lärm auf der Behelfsbrücke kein Fenster öffnen konnte …. Und dann ab 4:00 ging das Gepolter richtig los. Ein Lkw nach dem anderen rumpelte über die Brücke. Entsprechend früh waren wir munter, hatten gefrühstückt, gespült, alles zusammen geräumt und ab ging die Fahrt.
Bey-bey Sauerland…. Hinein ins Bergische Land und aus dem Höhen Wuppertals hinunter ins Tal. Kurz vor 11:00 waren wir am Abstellplatz, hatten bald drauf alles umgepackt in den Pkw….. und Tschüß Roadrunner, bis bald.
Fazit:
Wir wollten Abkühlung und haben sie bekommen. Es war sogar kühler und nasser als gedacht. An 2-3 Tagen haben wir zum Morgen hin heizen müssen…… und dann, als wir den Rückweg schon eingeschlagen hatten, kam so langsam die nächste Hitzewelle auf uns zu. Früher nannte man das Sommer.
Nicht alles klappte wie gewünscht, aber davon lassen wir uns die Freude am Unterwegssein nicht verderben. Wir sind es schließlich gewohnt, aus allem immer das für uns Beste draus zu machen.
Aber ganz ehrlich, man kann die Preis-/Leistungsverhältnisse in Deutschland manchmal nicht nachvollziehen. Wenn denn wenigstens eine entsprechende Leistung erbracht würde.
An Nord- zu Ostsee, besonders in Schleswig-Holstein, fühlte ich mich abgezockt, kaum schöne Strände wo auch der 🐕 hin darf, dafür aber viel Kurtaxe.
Nun weiß ich wieder, warum ich den Norden Frankreichs so liebe.
Tourlänge insgesamt = 1702 km
Diesel: 161,92 L = 201,80 €
Verbrauch: 9,51 L/100 km
Fähren: 42,70 €




















































