20.08.26 - Tag 8
Osinów Dolny  - Golczewo =  202 km

Nach dem Frühstück bin ich noch mal los, der Geldautomat funktionierte und ich konnte mir Zloty auszahlen lassen. 

 

Ganz viele Felder und Wälder, meist nur kleine Dörfer und 2 kleinere Städtchen, passierten wir während unserer Fahrt.

Der Zustand der Straßen  war von gut über passabel bis zu schlecht, alles dabei, die Guten überwogen.

Eine kleine Odyssee liegt hinter uns.

Bei der Anfahrt zum ersten Campingplatz ein Dejavue… Hier waren wir vor 3 Jahren schon und sind weitergefahren, weil wir für total holprige Wiesen mit Plumsklo nicht bereit waren, einen überzogenen Preis zu zahlen. 

Der Platz direkt daneben war  abgeschlossen,  es sah aber auch schon recht voll aus, weiter zum nächsten Campingplatz am anderen Ende vom See, diesen fanden wir erst gar nicht. Und während wir so suchten, fiel mir auch wieder ein, dass das vor 3 Jahren ähnlich war. In dieser Ecke Polens sind nun mal nicht viele Möglichkeiten….. und wenn man dann noch wählerisch ist 😉

Ein Stellplatz , er sollte sich noch im Aufbau befinden, er lag auf der Route zum nächsten  Campingplatz … der war ebenfalls nirgends zu entdecken, noch nicht mal die Baustelle davon… dann erst  66 Kilometer weiter die nächste Möglichkeit….. so kam ganz schön was an Strecke  zusammen. Das Meer ist nicht mehr weit.

 

Camping Golczewo

Ist ein schöner sauberer kleiner Campingplatz bei einem See 

Wir zahlen für 1 Nacht  = 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom 147 Zloty ( 35€) , keine Grau-/Schwarzwasser-Entsorgung 

21.08.26 - Tag 9
Golczewo  - Dźwirzyno =  58 km

Ich habe gleich nach dem Morgenspaziergang noch ein paar Mirabellen gepflückt , damit wir uns heute eine leckere Joghurtcreme anrühren können.

Unsere heutige Etappe ging zur Ostsee. Wie immer rechts und links meist viel Natur, und kleine = schmale Straßen,  fast durchweg in sehr gutem Zustand , was auch daran lag, daß einige davon gerade neuen Asphalt bekamen. 

Kurz vor unserem Ziel wurde es zunehmend touristischer.  Polen hat noch Urlaub.

Ich hatte vorweg einen kleinen einfachen Campingplatz ausgesucht, in der Hoffnung so dem Trubel zu entgehen. Das scheint auf den ersten Blick halbwegs geklappt zu haben.

Camping Jantar Dźwirzyno

Ist ein sehr einfacher Campingplatz, gemessen an den anderen preiswert . Hier ist alles etwas behelfsmäßig. Die Leute sind durchaus freundlich. 

Hinter den Bäumen  muss das Meer sein, wir hören es rauschen. 

Nach dem Mittagsimbiss sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen. Außerhalb vom Campingplatz war es doch etwas voller als erwartet. Zum Meer war es zwar nicht weit, für Eni jedoch stressig. Meerblick hatten wir dann…. Aber mehr Meer war nicht möglich, da Hundeverbot am Strand. 

Ich hatte es befürchtet, leider gab es auch keinen Weg oberhalb vom Strand am Waldrand oder so …  schade !!!!

Selbst wenn wir mit Eni  an den Strand gedurft hätten, wäre es uns heute zu voll gewesen. 

Was für ein Unterschied, gemessen an vor 3 Jahren in der gleichen Region, aber ca 2-3 Wochen später.  Da war die Saison zu Ende und die Strände waren leer und  drum herum fast alles schon geschlossen und null Touri-Trubel.

Auf dem Rückweg musste nochmal ein leckeres Softeis sein.

Während die meisten Urlauber nach 18:00 zum Essen gingen, sind wir mit Eni nochmal zum Strand,  dieser war nun ziemlich leer, so dass wir einen kleinen Gang zum Meer wagten, sie sollte doch auch den Sand unter den Pfoten spüren dürfen. Der Sand hier ist wahnsinnig weich und fein, es gibt keinerlei Muscheln.

Abends kam der Betreiber zum Kassieren vorbei. Er verstand mich nicht, ich ihn nicht, er zeigte, dass er jemanden zum Dolmetschen holen will, kam aber nicht wieder, weil er nebenan beim Feiern mit Einheimischen verpackte.

 

Deshalb habe ich in Google Übersetzer notiert  und bin morgens vor der Abfahrt zu ihm hin und habe bezahlt.

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom  = 90 Zloty ( 20€)

22.08.26 - Tag 10
Dźwirzyno - Mielenko  =  50 km

Nachts hat es heftig geregnet, nun sind dicke Wolken am Himmel, ab und zu paar Tropfen und viel Wind. 

Erst einkaufen und dann ein Stück weiter,  etwas raus aus dem Trubel.  Ich habe einen Campingplatz am Waldrand rausgesucht, so dass Eni auch entspannt spazieren gehen kann. 

Es hat genauso geklappt wie erhofft…..  der Campingplatz ist groß, auf Wiesenuntergrund, es ist viel frei, alles schön grün. 

2 neue Sanitär-Containern  ersetzen die verfallenen Sanitärhäuser. Deren Anblick lässt den Platz etwas verwahrlost wirken. Bei Vollbelegung reichen die Container  wahrscheinlich nicht. 

In der hintersten Ecke  kommt ein Rohr mit Deckel aus dem Boden,daneben ein Wasserhahn = das ist der Schwarzwasser Auguss. Grauwasser-Entsorgung gibt es keine. 

Insgesamt finde ich, der Platz ist für das, was er bietet, zu teuer.

Das macht auch der freundliche deutsch sprechende Betreiber nicht besser.

Und nach einem längeren Spaziergang durch den Wald sahen wir das Meer….. Heute  war es auch gar nicht voll am Strand …kein Hundeverbotsschild … endlich durfte Eni flitzen und den Sand in Freiheit  genießen. Danach ging es durch den Wald auf direktem Weg zurück. 

AraCamp 107, Mielenko

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom, KT  = 157 Zloty ( 37€)

23.08.26 - Tag 11
Mielenko  - Rowy  = 110 km

Was für eine Nacht,  Regen, Regen,  Starkregen….. 

Aber, es ist drinnen alles trocken geblieben.

Die Wege auf dem Campingplatz stehen unter Wasser. 

Wir haben gestern Abend noch den Roadrunner umgedreht,  um besser von der Wiese fahren zu können. Das sollte wohl klappen.

Jetzt erst mal mit Eni raus und die Regenpause nutzen. 

Beim Müll  wegbringen ist Schatzi gestolpert und aufs Knie  gefallen , hoffentlich  macht das keinen Ärger. 

Kaum vom Platz runter, fuhren wir erstmal durch den Touri-Trubel. 

Während der Fahrt tat das Wetter so, als sei nichts gewesen, ab und zu schien sogar kurz die Sonne…. Aber dann zog es sich wieder richtig zu und es schüttete heftigst. Kaum Sicht vor lauter Wasser, aber auch keine Möglichkeiten stehen zu bleiben, nur schmale Straßen mit unbefestigten Straßenrändern. Volle Konzentration und langsam weiterfahren, war angesagt. Als wäre ein Schalter umgelegt worden, hörte der Regen dann schlagartig auf.

Der von uns ausgesuchte Platz war so wie beschrieben nicht vorhanden, dort war nur ein Picknickplatz mit Dixi und ein paar Wohnmobile. 

 Wir fuhren weiter und sind nun beim Kemping  Pole Navigator,  Rowy.

 Ein gepflegter Campingplatz,  unter Kiefern, sehr saubere  Sanitärräume, Wifi, freundlicher Empfang, der Betreiber spricht deutsch. 

Nahe beim Strand gelegen,  Hunde sind dort nicht verboten, aber noch waren uns zu viele Leute dort, um Eni frei laufen zu lassen. Wer weiß,  vielleicht  heute Abend. 

 

Und dann schien für ca 1- 2 Stunden richtig schön die 🌞 und wir konnten zum Kaffeetrinken draußen sitzen,  damit hatten wir heute gar nicht gerechnet. 

 

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom,   = 140 Zloty ( 33€)

 24.08.26 - Tag 12
Rowy - Dębki =  106 km

In der Nacht kühlte es ziemlich ab. Leicht kühl war mir unter der neuen Bettdecke,  also habe dich die Teddy-Seite zum Körper hin gedreht. Gleich wurde es kuschelig warm. Wenn sich die Decken sich nun auch noch so prima waschen lassen, wie es die Werbung verspricht, dann war es eine gute Entscheidung. 

Morgens bin ich schnell noch mal an den Strand,  Eni flitzen lassen. Es war diesig.

 Nach dem Frühstück fuhren wir im Bogen um die große Dünenlandschaft bei Łeba drumherum. Klar wäre es interessant, diese zu sehen, es führt dort leider keine Durchgangsstraße daran vorbei. Und wir kraxeln da auch ganz bestimmt nicht mehr rauf, das Alter lässt grüßen 😃. Außerdem ist dort bestimmt ein Naturschutzgebiet und da dürfen Hunde in Polen sowieso nicht hinein. 

Demnach war der nächste Halt weiter östlich geplant.

Camping Berszowisko, auf großer Wiese, schön grün, freie Platzwahl, Sanitärräume,  freundlicher Empfang, Betreiber spricht englisch.

Im Laufe des Tages kam mehr und mehr die Sonne zum Vorschein 

Ein Spaziergang durch den Wald zum Meer war auch heute ein Pflichtprogramm.

 

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom,   = 108 Zloty ( 25€)

25.08.26 - Tag 13
Dębki -   Pępowo  =  68 km

Nach einem eher kurzen Spaziergang im Wald,  fuhren wir auch schon bald los.

Der Morgennebel machte schon bald der Sonne Platz.

Gleich zu Anfang der Strecke mussten wir durch eine Baustelle,  dort haben wir uns bei der Barke verschätzt, das hat uns den kleinen Zusatz-Seitenspiegel  rechts gekostet. 

Vor ein paar Tagen,  war es das “Glas” der oberen Positionsleuchte, welches einfach beim Gerüttel  der Fahrt auf der Strecke blieb. 

Wie sagt man so schön, ein bisschen Schwund ist immer. Ich meine, das reicht aber jetzt auch. 

Einkaufen und tanken standen auf der To-do-Liste.

Wir befinden uns nun westlich von Danzig.

Morgen möchte ich noch ein letztes mal an die Ostsee,  bevor wir dann zu den Seen in Masuren weiterfahren.

 

Campingplatz Pępowo

winziger, sehr sauber, auf der  Wiese direkt vor dem VW-Museum, alles  schön grün, freie Platzwahl, Sanitärräume, Spielplatz,  Grill, freundlicher Empfang, Betreiber spricht deutsch. 

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom, Wifi  = 100 Zloty ( 23€)

26.08.26 - Tag 14
Pępowo - Stegna =  61 km

Noch ca 40 km und wir sind in Russland (zumindest in dem Gebiet, welches um Kaliningrad herum zwischen Polen und 

Litauen liegt)

 Unsere Fahrt  verlief 1x quer durch Danzig, vorbei an vielen Baustellen  und der damit verbundenen kleineren Staus, und doch waren wir wegen einiger Schnellstraßen noch erstaunlich schnell.

Bei einer Klappbrücke haben wir einen breiten Flusslauf (See)überquert, diesem sind wir dann wegen einer Umleitung auf ganz schmaler Straße ca 10 km gefolgt und dabei ein Reh gesehen, welches die Straße querte.

Als die Straße wieder  breiter wurde, waren wir auch schon kurz vor einer Fähre,  mit der wir dann über den nächsten Fluss schipperten.  (35 Zloty=8,11€)

15 km lang kreuzen immer wieder Schienen einer Schmalspurbahn unseren Weg. Leider haben wir keinen Zug gesehen.

Dann ging es bergab zum Meer,  rein in die Touristen-Ecke.

Der Campingplatz liegt direkt an der Ostsee.

Hier ist es sehr hügelig, überall zwischen den Kiefern, kleine Stellen für Zelte. Es gibt spezielle Buchten für Wohnmobile,  diese bekommt man zugewiesen, somit haben wir heute viel Schatten und keinen Sat-Empfang. Leider war die Verständigung extrem schwierig. 

Dieser Ort und Campingplatz ist für uns ein absoluter Fehlgriff. 
Touristenhochburg mit ganz viel Trubel am Strand. Ich bin alleine über die Promenade spazieren gegangen. Da mögen wir selbst am Abend nicht mit Eni lang gehen, von einem Strandbesuch ganz zu schweigen. 

Selbst das Softeis war enttäuschend, diesmal das Kleine zum Preis des sonst Großen und wässrig schmeckte es leider auch noch.

Schön waren die thematisierten Metallbänke auf der Strandpromenade. 

Leider wurde es nachmittags in unserer schattigen Parzellen sehr schnell sehr kalt und dunkel,  draussen sitzen wäre  nur mit dicker Jacke noch annehmbar gewesen , wir haben uns lieber nach drinnen verzogen und Kuchen gebacken und anschließend das elektrische Heizöfchen  angemacht. 

Nun wird es Zeit, der Ostsee Tschüß zu sagen.

Und dieser Abschied wurde einem heute wirklich schwer gemacht.

 

Camping 180

Wir zahlen für 1 Nacht  für 2 Personen/Wohnmobil/1 Hund/ Strom,  = 159 Zloty (37€)

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